Abo

„Naturraum Wupper“Leverkusener Hobbyfotografen zeigen ihre schönsten Naturfotografien

3 min
Am Freitag, 17. Juli, wird die Ausstellung des Vereins zur Förderung künstlerischer Bildmedien Bayer Leverkusen eröffnet.

Am Freitag, 17. Juli, wird die Ausstellung des Vereins zur Förderung künstlerischer Bildmedien Bayer Leverkusen eröffnet.

Am Freitag, 17. Juli, wird die Ausstellung des Vereins zur Förderung künstlerischer Bildmedien Bayer Leverkusen eröffnet.

Am Ende, sagt Wilfried Kaschube, wenn sie sich alle gemeinsam ihre Fotografien anschauten, kämen er und die anderen Fotografen des Vereins zur Förderung künstlerischer Bildmedien Bayer Leverkusen (VFKB) meist bei der einen Frage raus: „Wo warst du denn?“, sagt Kaschube und lacht. Denn das sei es auch, was den VFKB ausmache – Tipps zu geben, über Technik, aber auch über gute Orte, um zu fotografieren.

Die sind bei der am Freitag, 17. Juli, beginnenden Ausstellung „Naturraum Wupper“ sehr wichtig. 13 Mitglieder seiner Naturfotografengruppe stellen aus. Tiere, Wasser, Pilze, Pflanzen – der Ort für ein gutes Naturfotomotiv muss wohl weise gewählt sein, ebenso der Zeitpunkt.

Wenn man dann zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, kommen häufig beeindruckende Fotografien heraus. Von einer Fledermaus bei Nacht, die über eine dunkle Wasseroberfläche fliegt, von Haareis – haarähnlichen Eiskristallen, die aus feuchtem Totholz wachsen – oder von Insekten, an deren Fühlern in der Nahaufnahme jedes einzelne Haar zu erkennen ist.

VFKB feiert nächstes Jahr Jubiläum

Der VFKB ist 74 Jahre alt und einer der alten Bayer-Vereine, 120 Mitglieder gibt es derzeit. Jedes Mitglied gehört mindestens einer Gruppe an: Es gibt etwa die Naturfotografen oder die Studiofotografen. Sie treffen sich zweimal im Monat, einmal in Präsenz in den Vereinsräumen an der Düsseldorfer Straße in Opladen und einmal per Videoschalte. Drei bis vier Ausstellungen organisiert der Verein im Jahr, in der Regel bekomme jede Gruppe eine, so Kaschube.

Das Thema legt die jeweilige Gruppe zwei Jahre im Voraus fest, dann beginnt – während noch die aktuelle Ausstellung hängt – die Arbeit. „Naturraum Wupper“ wurde also 2024 festgelegt. Das Thema für 2027 wird Minimalismus sein.

Die Fotografen machen das zwar in ihrer Freizeit, agieren aber mit hochprofessionellem Equipment. KI-generierte Fotos, das habe man festgelegt, gibt es beim VFKB nicht, sagt Wilfried Kaschube. Mit Bildbearbeitungsprogrammen arbeiten die Fotografen natürlich trotzdem, „rausholen, was im Bild steckt“, nennt Kaschube das. Was er meint: Nichts wird hinzugefügt, nichts entfernt. Nur das, was vorhanden sei, dürfe man sozusagen verstärken.

Welche Bilder dann genommen werden, entscheide man im Austausch. „Mehr oder weniger basisdemokratisch“, sagt Kaschube. Vier Fotos jedes Fotografen hängen jetzt in der Naturfotoausstellung, weitere vier pro Person sind in einem zugehörigen Katalog zu finden. Anfangs reicht jeder Vorschläge ein. Aus diesen stellt die Gruppe dann die Ausstellung zusammen.

Die ist dann aber nicht nach Fotografen sortiert, sondern nach Themen. Die Landschaftsfotografien hängen zusammen, ebenso die mit dunkleren Motiven, die Vögel oder die Insekten. Einzig für das Eichhörnchen gab es nicht so richtig eine Gruppe: „Das ist das einzige Säugetier hier“, sagt Wilfried Kaschube und lacht. Welchen Platz sie für den Nager gefunden haben, können die Besucherinnen und Besucher von Freitag bis zum 11. September sehen.

„Naturraum Wupper“, Verein zur Förderung künstlerischer Bildmedien Bayer Leverkusen, Düsseldorfer Straße 29, Vernissage 17. Juli, 18 bis 21 Uhr, Finissage 11. September, 18 bis 20 Uhr, Öffnungszeiten: 19. Juli, 15 bis 18 Uhr, 16. August, 15 bis 18 Uhr, 6. September, 15 bis 18 Uhr.