Abo

SpendenaktionLeverkusener „Karawane“ erreicht München

2 min
Die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule in Schlebusch erreichen München.

Die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule in Schlebusch erreichen München.

550 Kilometer zu Fuß, viele Tage unterwegs und unzählige gemeinsame Momente: Die „Karawane“ der Gesamtschule Schlebusch ist in München angekommen. 

Erschöpft, aber mit strahlenden Gesichtern sind die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Schlebusch am Samstag in München angekommen. Um 14.15 Uhr erreichte die „Karawane“ die bayerische Landeshauptstadt, bei bestem Wetter und nach Tagen voller Bewegung, Gemeinschaft und Erlebnisse. 

Die eigentliche Laufstrecke endete an der Stadtgrenze Münchens. „Wir sind nicht komplett durch München zum Marienplatz gelaufen“, erklärt Lehrer Dirk Rodehüser. Im dichten Stadtverkehr sei die Begleitung der Jugendlichen schwierig, daher wurde die Ankunft organisatorisch angepasst. Mit allen sechs VW-Bullis ging es zunächst gemeinsam in die Stadt. Von dort aus wurde der letzte Abschnitt bewusst als Gruppe gestaltet: Die Schülerinnen und Schüler legten die letzte Etappe zum Marienplatz gemeinsam zurück. Da in München Stadtfest gefeiert wurde, herrschte in der Innenstadt besonders viel Trubel. „Auf den letzten 50 Metern sind wir noch mal gejoggt“, so Dirk Rodehüser. In diesem Moment seien die Emotionen besonders groß gewesen.

Die Gruppe wurde am Marienplatz von Familie, Freunden und Bekannten empfangen.

Die Gruppe wurde am Marienplatz von Familie, Freunden und Bekannten empfangen.

Am Marienplatz warteten bereits Freunde, Bekannte und Familienangehörige auf die Gruppe. Unter ihnen war auch ein älteres Ehepaar, das ursprünglich aus Leverkusen stammt und seit rund 30 Jahren in München lebt. Über die Berichterstattung waren sie auf die Aktion aufmerksam geworden und hatten den Kontakt zur Schule aufgenommen. Nach den gemeinsamen Fotos nutzte die Gruppe die Zeit für einen Spaziergang durch die Innenstadt, vorbei an der Bayrischen Staatsoper und dem Viktualienmarkt. Im Anschluss bummelten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen durch München. Der Abend endete auf dem Zeltplatz in Mammendorf. Direkt nebenan sorgte ein Freibad für Abkühlung.

📊

Was bewegt Leverkusen?

Jetzt bei der Umfrage mitmachen und eines von fünf Kölner Stadt-Anzeiger-Fanpaketen gewinnen.

München, Brezeln, Heimfahrt: Mission erfolgreich

Für Lehrer Dirk Rodehüser steht vor allem das Miteinander im Mittelpunkt. „Es ist schön zu sehen, wie die jüngeren und älteren Schülerinnen und Schüler zusammenarbeiten und einander helfen.“, sagt er. Die Gruppe reichte vom Zehnjährigen bis zum 19-Jährigen. Auch unterwegs gab es besondere Begegnungen. In einem Fall wurde die Gruppe von einer Bäckerei spontan mit einer großen Tüte Brezeln belohnt. 

Es ist schön zu sehen, wie die jüngeren und älteren Schülerinnen und Schüler zusammen arbeiten und einander helfen.
Dirk Rodehüser, Lehrer für Sport und Sozialwissenschaften

Am Sonntag machte sich das Team auf den Rückweg nach Leverkusen.  Abends trafen alle gemeinsam wieder an der Schule ein. „Alle sind gesund und munter zurück, aber sehr müde“, so Dirk Rodehüser.

Die Spendenaktion war auch in diesem Jahr erfolgreich: Nach ersten Schätzungen werden rund 10.000 Euro zusammenkommen. Damit bleibt die „Karawane“ im fünfstelligen Bereich. Im Herbst folgt noch ein Nachtreffen, bei dem auch Ehrungen stattfinden. Damit endet das diesjährige Karawane-Jahr. Im kommenden Jahr steht ein besonderes Jubiläum an: die 20. Auflage der Aktion.