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Weniger Geschäfte und weniger TiefgarageAbstriche am neuen Bahnhofsquartier Opladen

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le-Bahnhopfsquartier

Das Bahnhofsquartier soll in seiner äußeren Gestaltung so bleiben wie im ursprünglichen Entwurf, der den Architektenwettbewerb gewonnen hat.

Leverkusen – Dass an den Plänen für Opladens künftiges Vorzeigeprojekt „Bahnhofsquartier“ einige Abstriche gemacht worden sind, gefällt nicht jedem. Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Bauen wurde dies deutlich, als es um die erneute Offenlegung dieser überarbeiteten Planung ging, die in den Jahren 2023 bis 2026 in die Tat umgesetzt werden soll.

Oliver Ahrendt vom Fachbereich Stadtplanung erläuterte, dass diese Änderungen nicht allein dem Wechsel des Investors – von Momentum hin zu Cube Real Estate – geschuldet, sondern in erster Linie eine Folge der Corona-Pandemie seien. Es habe weithin Umstrukturierungen im Einzelhandel gegeben und dem müsse ein solches Vorhaben an zentraler Stelle und mit städtebaulicher Bedeutung Rechnung tragen.

Bahnstadt Opladen Baufeld

Das Baufeld für das Opladener Bahnhofsquartier grenzt direkt an den Busbahnhof an.

So ist der Anteil der Einzelhandelsflächen am gesamten Bauvolumen von 17 auf 10 Prozent reduziert worden. Da weniger Stellplätze für Kundenautos erwartet werden, wird die Tiefgarage nur noch eine Parkebene haben. Allerdings sollen dort auch Carsharing und Lastenräder berücksichtigt werden. Die äußere Gebäudestruktur bleibt beibehalten, allerdings sollen in den Gebäudeteilen zur Bahn hin mehr Büros konzentriert werden, die Wohnungen auf der Seite zur Innenstadt liegen.

Auf begrünten Dach- und Fassadenflächen sollen Solaranlagen installiert werden, die allerdings nicht das äußere Erscheinungsbild beeinträchtigen und von der Straße her unsichtbar bleiben sollen. Solche Details sollen zusätzlich zu den Regelungen im Bebauungsplan in einem städtebaulichen Vertrag ergänzend festgeschrieben werden.

Skepsis im Ausschuss

Dennoch klang Skepsis an. Markus Pott (Opladen plus) befürchtet, dass weniger Geschäfte, weniger Parkplätze und auch weniger Hotel-Sterne unterm Strich weniger Farbe nach Opladen brächten. Es gehe bei diesem Bauvorhaben, dass ein repräsentatives Zugangstor von der Bahn her zum Opladener Zentrum darstellen soll, schließlich darum, die Attraktivität des Ortes zu erhöhen. Wenn jetzt von der Ansiedlung eines Vier-Sterne-Hotels Abstand genommen werde, dürfe die Alternative aber kein schlichtes Hotel von der Stange sein. Eine Befürchtung, die Ina Biermann-Tannenberger für die CDU teilt. Wenn der Standort keine vier Sterne hergebe, sollten es wenigstens drei sein.

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Völlig unzufrieden mit der Planung zeigte sich Klaus Wolf (Grüne). Dachbegrünung allein reiche nicht, da müsse eine energetische Selbstversorgung des Komplexes in Form einer großen Photovoltaikanlage her. Der Hinweis der Bauverwaltung, Solarenergie sei durchaus vorgesehen und sogar auf Betreiben des neuen Investors nachträglich in die Planung aufgenommen worden, vermochte seine Laune nicht zu bessern.

Am Ende stimmten die Vertreter von Grünen, Bürgerliste und Klimaliste gegen die überarbeitete Planung.