Schützen- und VolksfestBrings und Irland kommen nach Leverkusen-Schlebusch

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Brings auf dem Schlebuscher Schützen- und Volksfest

Brings auf dem Schlebuscher Schützen- und Volksfest

Am Donnerstag, 8. Juni, beginnt die 38. Ausgabe des Schlebuscher Schützen- und Volksfestes.

In diesem Jahr findet in 40 Jahren bereits zum 38. Mal das Schlebuscher Schützen- und Volksfest statt. Und dieses Mal endlich wieder wie früher. Denn in den vergangenen drei Jahren konnte das Fest pandemiebedingt und aufgrund des Ukrainekrieges nicht wie geplant stattfinden. Die Schießwettbewerbe der Schlebuscher Schützen mussten ausfallen.

Umso mehr freuen sich heute alle Beteiligten, das Fest dieses Jahr wieder für die Leverkusener und Leverkusenerinnen wie früher zu veranstalten. „Wir freuen uns nun endlich unser Kaiserpaar ablösen zu können, denn dieses ist jetzt bereits vier Jahre im Amt“, erklärte Thomas Theisen, stellvertretender Brudermeister der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Schlebusch.

Am Donnerstag, 8. Juni, beginnen die Schützen bereits um 9.30 Uhr mit einer Messe und Prozession zu Fronleichnam vom Schloss Morsbroich nach St. Albertus Magnus. Um 15 Uhr findet schließlich die offizielle Eröffnung des 605. Schlebuscher Schützen- und Volksfestes statt. Parallel dazu werden an dem Donnerstag zwischen 100 und 120 Oldtimer erwartet, die morgens von ihren Besitzern in die Schlebuscher Fußgängerzone gefahren werden und schließlich allen zum Bestaunen zur Verfügung stehen.

Irlandfreunde bringen „Irish Days“ nach Schlebusch

Nachmittags werden die Fahrzeuge von einer Jury bewertet und es können insgesamt neun verschiedene Pokale gewonnen werden. Neu dabei sind dieses Jahr die Irlandfreunde Leverkusen, die üblicherweise die „Irish Days“ im Neulandpark veranstaltet haben, doch aufgrund der hohen Kosten lässt sich dies nicht mehr organisieren. Daher breitet sich  in Schlebusch an dem langen Wochenende ein irischer Markt aus mit Kunst, handgemachtem Schmuck, Paraden und einem Einblick in die keltische Insel-Kultur.

Der Marktplatz wird über die vier Tage zu einer Kirmesmeile umgebaut, auf denen verschiedene Fahrgeschäfte, Trödel- und Handwerksstände zu bewundern sind. Am Sonntag ist außerdem verkaufsoffener Sonntag. Ein Riesenrad war dieses Jahr auch wieder geplant. Die Anbieter schaffen aufgrund von Personalmangel aber Aufbau und Betrieb nicht. Im Wuppermannpark können die Kinder zudem auf dem Bungee Trampolin springen.

Unsere ersten Platten haben wir in der Opladener Wilhelmstraße aufgenommen
Harry Alfter, Brings

Dort steigt auch das abwechslungsreiche Bühnenprogramm, bei dem unter anderem Brings, Cat Ballou, Hörgerät und auch die KG Grünweiß Schlebusch auftreten. „Wir sind eigentlich schon immer mit Leverkusen verbunden. Unsere ersten Platten haben wir damals in der Opladener Wilhelmstraße aufgenommen“, erzählte Harry Alfter, Gitarrist der Band Brings. Er und sein Bandkollege Kai Engel kennen Werner Nolden bereits seit 30 Jahren und freuen sich darauf, dieses Jahr zum Abschluss des Festes aufzutreten. Auch in diesem Jahr hatte der Veranstalter Werner Nolden unter anderem wieder mit Personalmangel zu kämpfen.

Nachdem mehrere Aufrufe getätigt worden waren, hatten sich schließlich insgesamt 62 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Alter von 16 bis 20 Jahren gemeldet. „Wir finanzieren dieses Fest ausschließlich über die Einnahmen der Getränke und Speisen, deshalb bitten wir darum, diese Angebote auch wahrzunehmen und keine eigenen Getränke mitzubringen“, erklärte Nolden. In der kommenden Woche soll es wieder vereinzelte Stichproben auf Getränkemitnahmen geben.

Im Herbst will der Veranstalter sich mit der Stadt zusammensetzen, um zu sehen, wie man auch die nächsten Jahre verschiedene Feste ohne Eintritt finanzieren kann, denn bereits die Auflagen des Naturschutzes bedeuten sehr hohe Kosten und auch die Bands müssen bezahlt werden. Nolden selbst liege es jedoch sehr am Herzen, dass die Veranstaltungen kostenlos bleiben, dennoch müssen die Leute dafür bereit sein, ein paar Euro an den Getränke- und Speisebuden auszugeben.

Die Preise für die Getränke seien nicht gestiegen und sollen zwischen drei und vier Euro liegen. Die Öffnungszeiten des Schlebuscher Schützen- und Volksfestes sind: Donnerstag 11 bis 22 Uhr, Freitag und Samstag 15 bis 23 Uhr und Sonntag 11 bis 22 Uhr. Der Eintritt zur Veranstaltung ist an allen vier Tagen kostenfrei. Aus Sicherheitsgründen wird darum gebeten, auf die Mitnahme von Rucksäcken, großen Taschen und auch Bollerwagen zu verzichten. Das Sicherheitspersonal wird an den Eingängen Kontrollen durchführen.


Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass das gesamte Fest pandemiebedingt nicht stattfinden konnte. Wir haben den Fehler korrigiert.

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