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Schlossfestival MorsbroichEin Fest der Kinder und Kulturen

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Schauspieler spielen auf einer Treppe unter einem Zeltdach.

Zum Auftakt des Schlossfestivals präsentierte Marimars Tanztempel das Musical „Robin Hood“.

Viele Gäste nutzten den trockenen Samstag, um das Schlossfestival in Morsbroich zu besuchen.

Zwischen den Regentagen am Wochenende hatte sich das Schlossfestival Morsbroich mit dem Samstag den besten Tag für seinen Auftakt ausgesucht. Der bewölkte Himmel blieb beständig und so konnte der Schlosspark ein letztes Mal für diesen Sommer als Veranstaltungsort für ein Fest der Kulturen und der Kinder genutzt werden. 

Die verschiedenen Kulturen haben ihre Stände traditionell im Halbkreis um das Schloss aufgebaut. Viele Besucherinnen und Besucher stehen an den Spezialitätenständen und kaufen ukrainische, brasilianische, türkische oder griechische Gerichte. Der Auftakt des Schlossfestivals ist auch gleichzeitig die Eröffnung der Interkulturellen Wochen, die bis zum 3. Oktober verschiedene Vorträge, Workshops und Feste umfassen. Oberbürgermeister Stefan Hebbel eröffnet das Event mit den Worten: „Die interkulturellen Wochen sind ein weiterer Impuls, um sich kennenzulernen, in den Austausch zu kommen.“ Dem schließt sich Veranstalterin Martina Houben an und betont: „Uns geht es heute darum, alle Kulturen auf einer Bühne zu zeigen.“

Während die brasilianischen Tänze Salsa und Samba schon am Freitagabend auf der Schlossbühne präsentiert wurden, unterhält Marimars Tanztempel das Publikum am Samstag mit seinem Robin-Hood -Musical. Viele verschiedene Altersgruppen bringen darin ihre Choreografien auf die Bühne – von Michael Jacksons Protestsong „They Don't Care About Us“ über Rosalías Stück „Berghain“ mit Operneinflüssen bis zu Hip-Hop-Musik wie „Diva“ von Beyoncé liefert die Show die unterschiedlichsten Hits. Kleinkinder bis Erwachsene präsentieren Tanzstile, die von Ballett über Paartanz bis zu Contemporary reichen.

Das Essen ist hier authentisch – und der Preis stimmt auch
Festival-Besucherin aus Schlebusch

Die Gartenstühle auf der Schlosswiese sind während der Aufführung voll belegt. Die Stände, an denen Händler Kunstwerke, Dekorationsartikel oder Tongefäße angeboten haben, sind derweil leer. Nur an den Essensständen herrscht Betrieb. Die Menschen holen sich einen Snack, ehe sie die Darbietung verfolgen. „Heute ist es gut vom Umsatz her“, freut sich eine Frau, die ukrainische Teilchen verkauft.

Sie freue sich jedes Jahr auf die Eröffnung der Interkulturellen Wochen. „Das ist immer interessant und schön, wenn die unterschiedlichen Kulturen zusammenkommen“, sagt sie. Und auch die Besucherinnen und Besucher schätzen das Schlossfestival. Eine Schlebuscherin freut sich, alte Bekannte zu treffen und neue Menschen kennenzulernen. Ihr Kind spielt gerade an einem Stand mit einer Holzeisenbahn, während sie eine Spezialität genießt. Dazu grinst sie: „Das Essen ist hier authentisch – und der Preis stimmt auch.“