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Weniger Bedarf durch Homeoffice?Warum der P+R-Bahnhof in Rheindorf nicht ausgebaut wird

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Bahnhof Rheindorf Auto- und Fahrradparkplätze
Foto: Britta Berg

Bahnhof Rheindorf: Die Stadt hat offenbar das Vorhaben aufgegeben, den Parkplatz auszubauen.

Den Ausbau hatte die Politik beschlossen, 2025 zog die Verwaltung den Förderantrag zurück – ohne Rücksprache. Die Verwaltung widerspricht.

Die Leverkusener Verwaltung hat eigenmächtig ihren bereits gestellten Förderantrag zum Ausbau des P+R-Platzes am Bahnhof Rheindorf zurückgezogen. Die Politik, die den Ausbau ursprünglich angestoßen hatte, hatte davon keine Kenntnis. Über den Rückzug und damit den dauerhaften Verzicht auf den Ausbau hatte der Rheindorfer Ratsherr und Landtagsabgeordnete Rüdiger Scholz in einer Pressemitteilung informiert.

Ratsbeschluss aus dem Jahr 2017

Der Förderantrag und damit das feste Vorhaben, den Parkplatz zu erweitern, fußt letztlich auf einem politischen Beschluss von 2017, nach dem an allen Bahnhöfen der mögliche Ausbau der Fahrradstellplätze und der P+R-Plätze geprüft und gehandelt werden sollte.

Entlang der Leverkusener Bahnstrecken gibt es, abgesehen von Küppersteg, keinen Bahnhof, an dem der Park-and-Ride-Parkplatz nicht regelmäßig überbelegt ist. Auch an der KVB-Endhaltestelle in Schlebusch ist der Bedarf regelmäßig höher als das Angebot.

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2017 fassten die Ratsgremien einen Beschluss, dass man prüfen solle, ob der Parkplatz vergrößert werden solle: Am Rheindorfer S-Bahn-Halt klaffen Angebot und Nachfrage bei Parkplätzen offenbar besonders stark auseinander, hatte die Stadtverwaltung 2018 herausgefunden: Die 160 Stellplätze waren schon früh morgens gefüllt; 50 weitere Autos wurden regelmäßig im angrenzenden Wohngebiet an der Okerstraße geparkt. Die P+R-Anlage wollte man in Verlängerung der Parkplatz-Zufahrt um 50 Stellplätze vergrößern. Das Grundstück gehört der Stadt. Man wollte zügig Baurecht schaffen und planen; 2019 sollte gebaut werden, so das Vorhaben des Bauamts vor acht Jahren.

„Ungeheurer Skandal“

Scholz hatte sich gewundert, dass immer noch nichts passiert ist. Er sagt, er habe von der Verwaltung keine Antworten bekommen. Weil die Wege in Düsseldorf kurz sind, hörte er beim Fördergeldgeber im Landesverkehrsministerium nach, mit dem Ergebnis, dass der Antrag von Leverkusen zurückgezogen wurde. Scholz: „Dies ist ein ungeheurer Skandal.“ Die Politik setze Zeichen der Mobilitätswende, und dann das.

Die Stadtverwaltung schreibt, dass es inzwischen weniger Bedarf für P+R-Plätze gebe: Der Förderantrag sei zurückgezogen worden, da der Fördergeber 2022 mitgeteilt habe, dass der Förderantrag nicht bewilligt werden würde. Das sei so auch veröffentlicht worden. Die durchgeführten Verkehrszählungen hatten ergeben, dass die Auslastung der vorhandenen P+R-Anlage, etwa durch Homeoffice, zurückgegangen sei und kein Bedarf an einer zusätzlichen Anlage bestehe. Scholz schreibt in seiner Pressemitteilung, dass der Bedarf weiterhin hoch sei.

Das Bebauungsplanverfahren werde derzeit nicht weitergeführt. Die Voraussetzung, es wieder aufzunehmen, wäre eine neue Bedarfsermittlung.