Vier Anwärter schossen auf den Königsvogel, erst mit dem 185. Schuss fiel die Entscheidung.
Neue MajestätenSebastian Zink ist neuer König der Hellinger Schützen aus Lindlar

Gekrönt: (v.l.) das Königspaar Ronja und Sebastian Zink, Prinzessin Leonie Zipperer, Prinz Severin Kippels sowie Schülerprinz Nico Hüttl.
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Die St.-Johannes-Schützenbruderschaft Helling 1925 hat während des viertägigen Schützenfestes am Pfingstmontag ihre neuen Majestäten gekrönt. Neuer König ist Sebastian Zink. Mit dem 185. Schuss erlegt er den Vogel und setzte sich gegen drei weitere Anwärter auf die Königswürde durch. An seiner Seite freut sich seine Ehefrau und Königin Ronja.
„Es war ein spannender etwa zweieinhalbstündiger Schießwettbewerb um die Königswürde“, berichtet Schriftführer Andreas Werner. Christian Wendeler, der als 1. Brudermeister die Krönungszeremonie moderierte, verriet: „Sebastian Zink wollte in diesem Jahr unbedingt den Vogel schießen.“ Er gratulierte dem Sieger und seiner Königin herzlich: „Wir freuen uns auf ein erfolgreiches Schützenjahr mit euch beiden.“
Beim rund zweistündigen Schießens um die Prinzenwürde gab es zwei Anwärter. Mit dem 212. Schuss erlegte Severin Kippels den Vogel. An seiner Seite freut sich Prinzessin Leonie Zipperer. Der neue Schülerprinz heißt Nico Hüttl, nachdem er mit dem 46. Schuss den entscheidenden Treffer landete.
Musikverein Thier und Tambour-Korps Blau-Weiß Hartegasse spielten
Zunächst waren die scheidenden Majestäten unter dem Beifall der Hellinger Schützen entkrönt worden. Musikalisch untermalt wurde die Krönungszeremonie mit dem großen Zapfenstreich vom Musikverein Thier sowie dem Tambour-Korps Blau-Weiß Hartegasse.
Der Name „Helling“ leitet sich übrigens von dem Begriff „helle“ ab, der für einen Abhang, eine schräge Fläche steht und das weit gelegene Tal im Süden Lindlars von Eichholz bis Voßbruch und Unter-Heiligenhoven beschreibt. Abwechslungsreich verlief das Programm währen des viertägigen Festes in der Helling. Dazu gehörte ein ökumenischer Wortgottesdienstes im Festzelt am Pfingstsonntag und eine Festmesse in der Lindlarer Pfarrkirche St. Severin am Pfingstmontag.
„Zur Brauchtumspflege in unserer Bruderschaft gehört mit Glaube, Sitte und Heimat natürlich auch der religiöse Aspekt“, betont Christian Wendeler als erster Brudermeister. So überreichte Pfarrer Gerd Breidenbach die Insignien der Königsketten und Kronen an die neuen Majestäten. Der Geistliche ist selbst Mitglied bei den Helliger Schützen und ersetzte Präses Martin Reimer, der sonst die Krönungszeremonie in der Helling durchführt, dieses Mal aber verhindert war.
Neben Kirmes und Neonparty gab es Festumzüge, Konzerte und Frühschoppen sowie den großen Königsball im Festzelt. Zum ersten Mal fand zudem die Pfingstolympiade „Helling Masters“ statt, mit nicht ganz ernst gemeinten sportlichen Wettbewerben: „Dominosteine auf Schwebebalken platzieren“, „Cornhole als Säckchenweitwurf“ oder „Schubkarrenrennen mit Tennisbällen auf einem Parcours“ gehörten zum Programm. Das bedeutete viel Spaß für die Gäste und Schützen in Altenrath.
