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Bergisch GladbachDas Museumscafé in der Stadtmitte hat einen neuen Pächter

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Ein Mann und eine Frau sitzen an einem Tisch und lächeln in die Kamera, hinter ihnen eine weiße Hauswand mit Rosensträuchern

Alexander Voßler ist neuer Pächter des Cafés im LVR-Industriemuseum Alte Dombach. Museumschefin Sonja Nanko ist froh, dass es weitergeht, weiß aber noch nicht, wann das Gebäude fertig saniert sein wird.

Der Gastwirt vom Quirl’s in der Stadtmitte, Alexander Voßler, übernimmt Angebote am Papiermuseum Alte Dombach.

Die guten Nachrichten zuerst: Das LVR-Museum Papiermühle Alte Dombach hat einen neuen Pächter für das Café auf dem Gelände gefunden.

Der neue Pächter ist mit Alexander Voßler ein routinierter Profi mit jahrzehntelanger Gastro-Erfahrung, betreibt aktuell ein Catering-Unternehmen, das Quirl’s an der Gnadenkirche, und er verkauft schon Getränke im Biergarten an der Alten Dombach. Aber: Vorerst nur an Wochenenden (freitags ab 14, samstags und sonntags ab 11 Uhr), nur außen aus einem Container heraus und nur bei gutem Wetter.

Der Fachwerkbau hat ein ernstes Feuchtigkeitsproblem

Der Grund dafür ist die weniger gute Nachricht: Der 1809 errichtete Fachwerkbau, in dem man bis Ende 2024 Kaffee und Kuchen, Softdrinks, Wein, Biere und kleine Speisen bekam, hat ein ernstes Feuchtigkeitsproblem. „Das sind Gebäudeschäden, die eine komplexe Sanierung nach sich ziehen. Fachwerk und aufsteigende Feuchte vertragen sich nicht so gut“, sagt Sonja Nanko, die seit Mai 2022 das Museum für Industriegeschichte im Strundetal leitet.

Geplant ist auf jeden Fall, das Anfang des 19. Jahrhunderts für Papiermühlenarbeiter erbaute Wohnhaus wieder herzurichten und auch die Innenräume als Café mit kleiner Küche wiederzueröffnen. Aber wann? „Im Moment fahren wir bei der Sanierung auf Sicht, daher tue ich mich schwer, da einen Zeitraum zu nennen“, sagt Nanko. Dazu kommen Auflagen der Lebensmittelkontrolle und des Denkmalschutzes, die bei der Planung eines festen Eröffnungstermins Schwierigkeiten bereiten. „Ich kann es wirklich nicht sagen“, so Nanko, die hofft, dass der gesamte Gastro-Betrieb ab der Saison 2027 wieder läuft. Bis jetzt also erst einmal nur der Außenbereich bei Sonnenschein. Der wird auf jeden Fall auch wetterunabhängig zum Strundetalfest am 6. September geöffnet haben.

Der Biergarten ist wie aus dem Bilderbuch

Der Biergarten ist dabei tatsächlich einer wie aus dem Bilderbuch: Rund um das mit Rosen berankte Fachwerkhaus stehen weitab vom Verkehr auf klassischem Kieselsteinboden und unter kunstvoll in Form beschnittenen Lindenbäumen fast 50 robuste Sitzgarnituren mit Tischen. „Außen kommen wir so auf fast 200 Sitzplätze, innen kommen dann noch einmal 40 bis 50 hinzu“, rechnet Voßler vor.

Glücklich ist Nanko über die Herangehensweise ihres neuen Gastronomie-Partners. „Wir wollten jemanden haben, der mit uns gemeinsam hier das Gelände bespielt und auch neue Themen kreativ mitentwickelt.“ Gedanken haben sie sich gemeinsam schon gemacht über neue Mitmachangebote im Café, mit und ohne Bezug zum Museum, über Kabarett, Lesungen und Handarbeits-Treffs.

Die Gastronomie soll sich an der vorhandenen Location ausrichten

Ein eher leises Programm soll das werden, das ist beiden wichtig. Nanko hatte auch Anfragen von Gastronomen, die das beschauliche ruhige Café als Event-Location etwa für Hochzeiten und Geburtstage nutzen wollten. „Wir sind hier vieles, aber bestimmt keine Party-Location“, sagt Nanko jedoch. Voßler sieht das genauso: „Das würde mit der sonstigen Nutzung hier kollidieren.“ Der beste Weg, eine Gastronomie aufzumachen, sei es, das Konzept an der vorhandenen Location auszurichten, so der Gastronom.

Als Gäste für das neue Café kommen längst nicht nur die rund 30.000 Musemsbesucher jährlich in Frage. Seit jeher ist die Gastronomie in der Alten Dombach auch Anziehungspunkt für Ruhesuchende aus der näheren Umgebung, für Radler, Wandernde und Familien, die den großen Spielplatz auf dem Museumsgelände aufsuchen. Nanko und ihr Museumsteam erlebten die Beliebtheit des Cafés in den letzten anderthalb Jahren nahezu täglich: „Es gab wirklich keinen einzigen Tag, an dem keiner an der Kasse gefragt hat, wann denn das Café wieder aufmacht“, berichtet sie.