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Gelebte GemeinschaftMarialinden weiht neuen Spielplatz ein

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Eine gruppe Menschen steht am neuen Spielplatz in Marialinden, in Vordergrund ein gelbes Kinderfahrrad.

Viele Familien besuchten die Eröffnung des Spielplatzes.

Nach mehr als anderthalb Jahren ist er fertig, der neue Spielplatz in Overath-Marialinden, der als Treffpunkt für Jung und Alt dienen soll.

Kinder erobern die neuen Klettergeräte, Eltern und Großeltern sitzen auf den Bänken unter den alten Bäumen und genießen Kuchen, kalte Getränke und Eis. Was bei der offiziellen Eröffnung des neuen Spielplatzes in Marialinden zu sehen war, ist genau das, was sich Initiator Uwe Kessels vor Jahren gewünscht hatte: einen Ort, an dem Gemeinschaft gelebt werden kann.

Als Kessels vor fünf Jahren nach Marialinden zog, fiel ihm auf, dass viele Familien zum Spielen nach Untereschbach fuhren. Zwar gab es bereits einige Spielgeräte und Sitzgelegenheiten, doch der Platz bot wenig Anreiz für längere Aufenthalte. Gemeinsam mit dem Bürgerkomitee Marialinden entstand die Idee, den Spielplatz umfassend aufzuwerten.

Ich bin überwältigt von der Spendensumme und der Unterstützung, die wir erfahren haben
Uwe Kessels, Initiator des Spielplatzes

Was folgte, war eine beeindruckende Welle der Unterstützung. Mehr als 50.000 Euro Spendengelder sind dabei zusammengekommen. Insgesamt beteiligten sich rund 60 Spender, darunter etwa 30 Unternehmen und 30 Privatpersonen. Einen großen Spendenanteil übernahm dabei der Lions Club, der ein ganzes Spielgerät mit seiner Spende finanzieren konnte.

Vor einem weißen Eiswagen stehen Besucher des Spielplatzes und Bürgermeister Michael Eyer.

Ein Eiswagen brachte den Gästen eine süße Erfrischung.

Vor mehr als anderthalb Jahren begannen die konkreten Arbeiten, nun konnte das Ergebnis offiziell vorgestellt werden. „Ich bin überwältigt von der Spendensumme und der Unterstützung, die wir erfahren haben“, sagte Kessels. Besonders beeindruckt habe ihn die Hilfsbereitschaft der Menschen vor Ort. Immer wieder hätten sich Freiwillige gefunden, wenn Arbeiten anstanden oder Unterstützung benötigt wurde.

Der Spielplatz ist mehr als gelungen, denn er ist ideal für Jung und Alt. Es ist mehr als ein Spielplatz, es ist eine Begegnungsstätte.
Michael Eyer, Bürgermeister

„Es ist etwas gelungen, was die Gemeinschaft zusammen geschafft hat“, sagte Robert Pütz vom Bürgerkomitee Marialinden während der Eröffnungsfeier. Auch Overaths Bürgermeister Michael Eyer sowie der Erste Beigeordnete Jörg Schiefer würdigten das ehrenamtliche Engagement der Beteiligten.

Robert Pütz eröffnet mit Mikrofon in der Hand den Spielplatz.

Eröffnete den Spielplatz: Robert Pütz vom Bürgerkomitee Marialinden.

„Der Spielplatz ist mehr als gelungen, denn er ist ideal für Jung und Alt. Es ist mehr als ein Spielplatz, es ist eine Begegnungsstätte“, sagte Eyer.

Nicht alle Spielgeräte auf dem Spielplatz wurden ersetzt

Tatsächlich lädt die neugestaltete Anlage nicht nur zum Spielen ein. Neue Bänke im Schatten der alten Bäume schaffen Aufenthaltsmöglichkeiten für Eltern, Großeltern und Spaziergänger. Gleichzeitig können Kinder die neuen Spielgeräte erkunden. Dabei wurde bewusst nicht alles ersetzt. Mehrere bestehende Spielgeräte wurden aufgearbeitet und in das neue Konzept integriert. So entstand ein gelungener Mix aus Alt und Neu.

Blick auf einen Teil des neuen Spielplatzes mit Holzhäuschen und Rutschen.

Modern zeigt sich der neue Spielplatz in Marialinden.

Dass das Projekt überhaupt in dieser Größenordnung umgesetzt werden konnte, ist auch zahlreichen örtlichen Unternehmen zu verdanken. Einige unterstützten finanziell, andere packten selbst mit an.

Das Paul-Klee-Gymnasiums gestaltete farbenfroh eine Hauswand

So nutzten Mitarbeiter eines Unternehmens beispielsweise ihren Sozialtag, um bei der Aufwertung bestehender Spielgeräte zu helfen. Auch die Stadt war als Ansprechpartner eine große Unterstützung, da auch der Bauhof kostenfrei viele Arbeiten übernehmen konnte.

Eine Hauswand ist bunt gestaltet.

Das farbenfrohe Kunstwerk des Paul-Klee-Gymnasiums mit den Namen der Sponsoren zieht Blicke auf sich.

Die Kunstklasse des Paul-Klee-Gymnasiums beteiligte sich kreativ an dem Projekt. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten eine Hauswand am Spielplatzgelände. Das farbenfrohe Kunstwerk mit den Namen der Sponsoren ist auch von weitem zu bestaunen.

Das Projekt ist noch nicht ganz abgeschlossen

Abgeschlossen ist das Projekt allerdings noch nicht. In den kommenden Monaten sollen weitere Spielgeräte hinzukommen. Auch ein Balancepfad vor der bunt gestalteten Wand ist bereits geplant. Zudem gehen weiterhin Spenden ein.

Alle Unterstützer sind auf einer Dankestafel verewigt. Für Kessels ist das ein wichtiges Zeichen. Der neue Spielplatz sei schließlich ein Projekt von Bürgern für Bürger. Das wurde auch bei der Eröffnungsfeier deutlich, als zahlreiche Familien den neuen Treffpunkt gemeinsam erkundeten.