Bedburg macht sich weiter einen Namen als Stadt des Windes. Zusammen mit RWE hat die Stadt nun den 60-Megawatt-Windpark „Bedburg 3“ in Betrieb genommen.
Neun neue Anlagen am Tagebau Garzweiler
„Am Tagebau Garzweiler erzeugen nun neun zusätzliche Windenergieanlagen Strom für rechnerisch 36.500 Haushalte. Sieben der neun Windenergieanlagen verfügen über eine installierte
Leistung von je 7 MW. Hinzu kommen zwei Anlagen mit jeweils 5,7 MW“, teilen RWE und die Stadt Bedburg in einer gemeinsamen Pressemeldung mit.
Gemeinsames Projekt von RWE und Stadt
Der neue Windpark Bedburg ist ein Gemeinschaftsprojekt von RWE mit der Stadt Bedburg, wie bereits zuvor mit der „Königshovener Höhe“ (67 MW) und „Bedburg A44n“ (29 MW). RWE ist mit 51 Prozent beteiligt, die Stadt Bedburg mit 49 Prozent.
Auf dem Bedburger Stadtgebiet betreiben Stadt und Energiekonzern damit drei Windparks mit einer installierten Gesamtleistung von rund 156 MW. „Darüber hinaus zahlt RWE für jede produzierte Kilowattstunde 0,2 Cent an umliegende Kommunen aus. Von den jährlichen Einnahmen von bis zu 250.000 Euro profitiert besonders die Standortkommune Bedburg“, heißt es in der Mitteilung.
Vereine sollen von den Erträgen profitieren
Auch die Vereine in Bedburg können auf Grundlage des Bürgerenergiegesetzes Nordrhein-Westfalen an den Erträgen beteiligt werden. Die Stadt organisiert das Bewerbungsverfahren.
Sascha Solbach, Bürgermeister der Stadt Bedburg, betont in der Pressemeldung, dass mit der Beteiligung von Vereinen an den Erlösen der Windkraft auch ein Mehrwert für das gesellschaftliche Leben vor Ort geschaffen wird: „Mit dem neuen Windpark setzt Bedburg seinen Weg als Vorreiter der Energiewende konsequent fort. Wichtig ist uns, dass die Menschen vor Ort unmittelbar profitieren“, so der Bedburger Bürgermeister.
Stimmen von RWE: Partnerschaft und Energieregion
Sopna Sury, CEO von RWE Renewables Europe & Australia, betont, dass der neue Windpark das Potenzial im Rheinischen Revier sichtbar macht: „Unsere langjährige Partnerschaft mit der Stadt Bedburg ist dabei ein wichtiger Erfolgsfaktor.“
„Gemeinsam schaffen wir neue Perspektiven, stärken die lokale Wertschöpfung und treiben den Ausbau der Erneuerbaren Energien konsequent voran“, so Sury weiter.
Thomas Körber, für die Braunkohle zuständiges Vorstandsmitglied von RWE Power, sieht das Rheinische Revier weiterhin als Energieregion, auch nach dem Kohleausstieg: „Der mittlerweile dritte Windpark im Raum Bedburg ist ein weiterer wichtiger Baustein auf diesem Weg. Wo über Jahrzehnte Braunkohle gewonnen wurde, entsteht heute im Schulterschluss mit der Region und gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen eine neue Energielandschaft.“
Zur Beteiligung
Für die Beteiligung an den Windkraft-Erlösen können sich Vereine einmal im Jahr um eine Zuwendung für einen konkreten Zweck bewerben, in diesem Jahr ist dies noch bis zum 8. November möglich. Für die Bewerbung kann man ein Formular auf der Homepage der Stadt Bedburg nutzen, zudem sind auch Einsendungen per E-Mail möglich. (rag)
Windzuwendung@bedburg.de

