Abo

Pumptrack aus Schalen von CashewnüssenSpiel- und Sportpark in Bedburg eröffnet

3 min
Das Bild zeigt den Sportprk mit Klettergeräten, Bänken und Tischen, im Hintergrund eine Baumreihe.

Bürgermeister Sascha Solbach eröffnete vor hunderten Besuchenden den Spiel- und Sportpark am Lipper Pützbach.

Hunderte Besucherinnen und Besucher besuchten den Park, der eine Boulebahn und einen nachhaltigen Pumptrack für BMX-Fahrer bietet. 

Aus dem einst ein verwilderter Fußballplatz am Pützbach ist ein schmucker Spiel- und Sportpark für Groß und Klein geworden. Nach voraufgegangenen Bürgerbeteiligungen und acht Monaten Bauzeit wurde der Park jetzt offiziell eingeweiht.

Hunderte jüngere und ältere Besucherinnen und Besucher nutzen die Möglichkeiten, die der Park bietet. Auf der Boulebahn flogen die ersten Kugeln, das Klettergerät war von den Kindern umlagert, an den Tischen und Bänken wurden Picknicks genossen. Auf dem Parkplatz gab es ein Spielmobil und eine mobile Fahrradwerkstatt der Bedburger Fahrradgarage, Bratwürstchen und Erfrischungsgetränke.

Bedburg: Nachhaltige Methode vom Frankfurter Flughafen übernommen

Im Mittelpunkt stand der Pumptrack, der erste im Stadtgebiet und der weltweit erste mit einem nachhaltigen Belag aus den „Biotumen“ mit Schalen von Cashewnüssen, wie er auch auf dem Frankfurter Flughafen eingebaut wurde. Umweltschonend wurde der Park unter Wiederverwendung sämtlicher Materialien, wodurch viele LKW-Fahrten vermieden werden konnten.

Der bucklige Rundkurs ist schon seit Dezember fertig und wird seitdem intensiv genutzt. Der Bedburger Rafael Kazior, der die Planung der Piste ehrenamtlich unterstützt hat, bot dort zur Eröffnung mit Andreas Schmitz, Greg Bousamra und Markus Larisch drei Stunden lang Einstiegskurse für Skater, BMX-Fahrer und Inlineskater an, die restlos ausgebucht waren.

„Der Park ist CO2-negativ, weil das Material CO2 bindet“, wie Sascha Solbach bei der Eröffnung pries. „Innovation und Umwelt gehen hier zusammen“, freute er sich. Die Fläche findet zur Not als Retentionsfläche bei Starkregen und Pützbach-Hochwasser Verwendung, wie er erläuterte. Er hob zudem hervor, dass der Park dank 90-prozentiger Bundesförderung kaum die Stadtkasse belaste. Er hofft, dass die Anlage „lange so schön bleibt. Da müssen alle im Ort mithelfen“. Ortsbürgermeister Sven Herzog betonte: „Man hört vor allem Lachen, das ist kein Lärm.“

Weitere Bepflanzungen geplant

Das finden auch Resi und Willibert Herter, die unweit des Parks wohnen: „Es ist toll, wie der Park angenommen wird und wie diszipliniert alle damit umgehen“, loben sie. Der Lipper Klaus Wallraf, der „noch nie Boule gespielt“ hat, freut sich, dass das im Ort jetzt möglich ist.

Sarah (13) aus Kaster ist schon mehrfach auf dem Pumptrack gefahren und findet ihn „sehr schön und gut geplant“, vermisst aber Mülleimer. „Ihr müsst weniger treten und mehr durch die Körperbewegung Schwung holen“, spornt Kazior an. Till (12) aus Königshoven macht das ziemlich perfekt vor. „Hier kann man Freunde treffen und neue finden. Vorher bin ich im Wald gefahren. Das hier ist viel besser.“

Solbach kündete weitere Bepflanzungen und weitere Raseneinsaat im Frühjahr an. Dann soll auch eine Rasenfläche für Feste, etwa der jüngst wiederbelebten Dorfgemeinschaft, nutzbar sein.