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Keller liefen vollWasserleitung in  Bergheim war schon 2025 geplatzt

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Die Feuerwehr hat zahlreiche vollgelaufene Keller leergepumpt.

Die Feuerwehr hat in Bergheim zahlreiche vollgelaufene Keller leergepumpt.

Mehrere Bergheimer Stadtteile und Kerpen-Sindorf hatten stundenlang kein Trinkwasser. Straßen bleiben gesperrt. Ein Déjà-vu für die Anwohner.

In weiten Teilen der Bergheimer Stadtteile Quadrath-Ichendorf, Kenten, Ahe und in Kerpen-Sindorf ist am Dienstagabend (18. August) die Trinkwasserversorgung bis in die Nacht unterbrochen worden. An der Priamosstraße war eine Hauptwasserleitung geplatzt, mehrere Keller liefen voll. Warum das Rohr gebrochen ist, ist unklar. Die Höhe des Schadens kann noch nicht beziffert werden.

Es ist bereits der vierte Rohrbruch innerhalb weniger Jahre in Quadrath-Ichendorf. 2025 hatte ein geborstenes Rohr die Ahe-, Oleander- und Priamosstraße unter Wasser gesetzt. Die Hauptwasserleitung war aus unbekannten Gründen geplatzt. Die Ahestraße musste zwischen Ahe und der Straße Auf der Helle komplett gesperrt werden. Durch den Rohrbruch kam es auch damals zu Druckschwankungen im Wassernetz. Schon 2022 und 2023 musste die Strecke zwischen der Oleanderstraße und der Erfttalstraße nach Rohrbrüchen schon für längere Zeiträume gesperrt werden.

Die Zufahrt zur Ahestraße wurde gesperrt.

Die Zufahrt zur Ahestraße wurde gesperrt.

Unter der Kreisstraße 34 liegt eine Graugussleitung mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern, die aus den 1960er-Jahren stammt. Von 2017 bis 2022 war die Ahestraße innerorts wegen verschiedener Bauarbeiten immer wieder für den Verkehr gesperrt worden. Nach ihrer Öffnung kam es zum ersten großen Rohrbruch.

Und nun gab die Leitung erneut nach. Gegen 22 Uhr war die Feuerwehr Bergheim (Rhein-Erft-Kreis) am Dienstag mit zahlreichen Kräften nach Quadrath-Ichendorf ausgerückt. Sie sperrte den Bereich ab und kümmerte sich um die unmittelbaren Folgen des Wasserschadens.

Der Energieversorger Westnetz war ebenfalls vor Ort und arbeitete unter Hochdruck daran, die beschädigte Wasserleitung zu reparieren. Gegen 1 Uhr konnte die Trinkwasserversorgung wiederhergestellt werden, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Nach Westnetz-Angaben kann das Leitungswasser noch leicht getrübt aus den Wasserhähnen kommen.

In einem Mehrfamilienhaus musste der Strom abgestellt werden

Die Feuerwehr pumpte bis gegen 2 Uhr das Wasser von der Straße sowie aus mehreren Kellerräumen ab. Zeitweise seien gleichzeitig Pumpen mit einer Leistung von fast 3.000 Litern pro Minute im Einsatz gewesen. In einem Mehrfamilienhaus musste der Strom abgestellt werden, damit die Einsatzkräfte gefahrlos arbeiten konnten.

Straßen standen knöcheltief unter Wasser.

Straßen standen knöcheltief unter Wasser.

Wegen der Reparatur der Wasserleitung bleibt der Bereich am Mittwoch zwischen Priamosstraße und Ahestraße gesperrt. Davon betroffen sind auch die Buslinien 915 und 969. Zu möglichen Umleitungen informieren die  Verkehrsgesellschaften.  

Möglicherweise ist die lang anhaltende Trockenheit die Ursache dafür, dass die Leitung geplatzt ist. Nach Einschätzung von Experten sind häufige Gründe für geborstene Leitungen alte und mürbe Materialien, extremer Wasserdruck oder eben Bodenbewegungen durch Hitze und Trockenheit, die starre Rohre überlasten.

Der erneute Wasserrohrbruch im Bereich der Ahestraße zeigt, dass es sich hier um einen besonders sensiblen Leitungsabschnitt handelt, teilte eine Rathaussprecherin auf Anfrage mit. Sie bestätigt, dass es die beschädigte  Leitung aus den 1960er Jahren stamme und es bereits 2025 in unmittelbarer Nähe zu einem Wasserschaden gekommen war. Nach den aktuellen Erkenntnissen sei die nun betroffene Leitung auf einer Länge von etwa zehn Metern beschädigt. Sie müsse vollständig erneuert werden, die Ahestraße in Richtung Ahe bleibe daher voraussichtlich für rund drei Wochen gesperrt, sagte die Sprecherin.

Auf der Suche nach der Ursache: Im Auftrag von Westnetz öffneten Arbeiter die Ahestraße und suchten den Rohrbruch.

Auf der Suche nach der Ursache: Im Auftrag von Westnetz öffneten Arbeiter die Ahestraße und suchten den Rohrbruch.

Bergheims Bürgermeister Volker Mießeler (CDU) hatte sich am Mittwochmorgen ein Bild von der Situation, dem Schadensumfang und den notwendigen Arbeiten gemacht. „Für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger ist ein solcher Vorfall eine erhebliche Belastung – insbesondere dann, wenn Wasser in Keller oder Gebäude eingedrungen ist. Jetzt ist es wichtig, dass der Schaden schnell und nachhaltig behoben wird“, sagte er. Und weiter: „Wir werden als Stadt die betroffenen Menschen mit ihren Sorgen und Fragen nicht alleinlassen. Wo wir unterstützen können, tun wir das.“

Bei dem Vor-Ort-Termin habe er mit Westnetz-Vertretern auch die grundsätzliche Erneuerung des gesamten betroffenen Teilabschnitts thematisiert. Mießeler setze sich dafür ein, den Bereich zwischen der Autobahn und der Ahestraße umfassend zu erneuern. Der Energieversorger plane bereits, diesen Abschnitt zu erneuern.   

Westnetz hatte laut eigenen Angaben bereits geplant, die betroffenen Leitungen zu ersetzen, man habe sich aber noch in den Planungen befunden, teilt ein Sprecher auf Anfrage mit.