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Grünes Herz geplant„Landschaftspark Fortunafeld“ soll Bergheimer Ortsteile verbinden

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Das Bild zeigt eine Wiese auf der ehemaligen Tagebaufläche des Fortunafelds.

Auf ehemaligen Tagebauflächen soll der Landschaftspark Fortunafeld die Ortsteile als grünes Herz miteinander verbinden.

Das Projekt umfasst laut Pressestelle der Kreisstadt 30 Prozent des Stadtgebiets. Eine umfassende Bürgerbeteiligung ist gestartet.

Auf den ehemaligen Tagebauflächen, die zwischen den Ortsteilen liegen und das Stadtgebiet räumlich teilen, soll ein verbindendes, grünes Herz entstehen, der sogenannte „Landschaftspark Fortunafeld“. Wie die Pressestelle der Stadt berichtet, geht es dabei nicht nur um das Fortunafeld, sondern auch um die Wiedenfelder Höhe, Teile des Peringsmaars, die Glessener Höhe sowie Bereiche des Königsdorfer Forstes. Die Projektfläche umfasse rund 30 Prozent des Stadtgebiets.

Dazu sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen, am Mittwoch, 4. März von 17 bis 20 Uhr einen Beteiligungsworkshop im Bürgerhaus Oberaußem, Zur Ville 2, zu besuchen, um dort ihre Ideen, Wünsche, Kritik und Hinweise einzubringen. Bürgermeister Volker Mießeler wird ebenfalls vor Ort sein: „Der Landschaftspark Fortunafeld soll das Grüne Herz Bergheims werden. Jetzt haben die Bürgerinnen und Bürger die Chance, konkrete Ideen in den Prozess einzubringen und ihre Heimat im Zuge des Strukturwandels aktiv mitzugestalten.“

Landschaftspark Fortunafeld soll Ortsteile in Bergheim verbinden

Der Landschaftspark soll den städtisch geprägten Siedlungsschwerpunkt entlang der Erftaue (unter anderem Glesch, Paffendorf, Bergheim, Kenten und Quadrath-Ichendorf) mit dem industriell geprägten Siedlungsgebiet Nieder- und Oberaußem, Auenheim und Glessen verbinden.

Darüber hinaus soll mit dem Landschaftspark die Biodiversität auf den Flächen steigen, die identitätsstiftende Geschichte des Raums soll digital erlebbar werden und es soll ein vielfältiges Angebot an sanften Sport-, Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten geschaffen werden. Der Park soll zum geplanten Biotopverbund im Rheinischen Revier beitragen.

Bürgerbeteiligung für das Projekt gestartet

Auch eine Onlinefragebogen ist bereits freigeschaltet, dessen Ergebnisse ebenfalls in den Masterplan einfließen sollen. Der Internetseite zu Folge läuft die Befragung bis zum 28. Februar. Anregungen können auch analog per Postkarte schon vor dem Beteiligungsworkshop an das Planungsteam übermittelt werden. Laut Angaben der Pressestelle können dies Postkarten in Kürze im Rathaus abgeholt werden, aber auch die Ortsbürgermeister sollen welche bekommen, um sie weiterzugeben.

Neben dem offenen Beteiligungsworkshop seien separate Fachworkshops mit Vereinen, touristischen Akteuren, Flächeneigentümern und Pächtern vorgesehen. Die jeweiligen Zielgruppen würden direkt angeschrieben. Interessierte können sich direkt an die zuständige Fachabteilung der Stadt wenden.

In der derzeit laufenden ersten Phase erarbeitet die Stadt mit einem Planungsbüro einen Masterplan mit konkreten Maßnahmen für den Untersuchungsraum. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger soll dabei ein zentraler Bestandteil des Planungsprozesses sein. Diese Projektphase werde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Zuge des Strukturwandels gefördert und soll Mitte des Jahres 2026 abgeschlossen werden. Anschließend sollen die erarbeiteten Maßnahmen in der zweiten Projektphase sukzessive umgesetzt werden.

Den Online-Fragebogen findet man unter: https://beteiligung.nrw.de/portal/bergheim/beteiligung/themen/1022588