In der kleinen Manufaktur an der Brühler Uhlstraße backt die ganze Familie von Dilek Aydin eifrig mit.
Aloha Cookies eröffnetIn Brühl werden Kekse jetzt zu kleinen Kunstwerken

Die ganze Familie backt mit – Dilek Aydin (vierte von links) hat sich ihren Traum von der eigenen Cookies-Manufaktur erfüllt.
Copyright: Elke Petrasch-Brucher
„Aloha“ – so begrüßt man sich nicht nur auf Hawaii, es steht auch für Liebe, Zuneigung und Respekt. Genau deshalb hat Dilek Aydin ihre Keksmanufaktur „Aloha Cookies“ genannt. „Es soll nach Urlaub und Palmen klingen“, verrät die frischgebackene Ladeninhaberin lachend. „Aber auch nach Liebe und Lebensfreude. Ich bin so froh, dass ich mir diesen Traum erfüllen konnte.“
Schaut man in die glücklichen Gesichter bei der Eröffnung am Samstag, so scheint ihr Plan aufgegangen zu sein. Sogar Bürgermeister Dr. Marc Prokop sei dagewesen und habe die frischen Kekse probiert. Es duftet herrlich nach Schokolade, Nuss und Pistazie im gemütlichen Laden und auch davor.
Süße Genüsse in rosafarbener Verpackung
Viele tragen die gefüllten rosafarbenen Verpackungen nach Hause oder genießen die ofenwarmen Kekse wie Tanja Brühl aus Frechen sofort. „Eine wahre Freude“, ruft sie und beißt hinein. „Die Cookies sind außen knusprig und innen fluffig und saftig. Und man spürt, dass sie mit Liebe gebacken wurden.“ Es gibt Cookies mit und ohne Schokoladenseite, mit Walnuss, Pistazie, Oreo, Double-Chocolate, Erdnuss oder Smarties. Dazu Kaffee, Eis und andere süße Leckereien.
Sie verwende nur beste Zutaten, erklärt Dilek Aydin. Freilandeier, frische Nüsse und Pistazien, das schmecke man. Auch der Teig ist ein Familiengeheimnis“, sagt Dilek Aydin und schmunzelt. Fast ein Jahr lang hat sie an der Zubereitung getüftelt, bis jedes Detail stimmte. Bis zur Eröffnung ihrer „Aloha-Cookies-Manufaktur“ war der Weg weit und alles andere als ein Zuckerschlecken.
Als die gelernte Erzieherin beim Gewerbeamt ihre Manufaktur anmelden wollte, signalisierte man ihr, alles sei okay. Später reklamierte die Handwerkskammer den fehlenden Konditoren-Titel. „Zum Glück hatte ich zu dieser Zeit den Mietvertrag für den Laden in der Brühler Fußgängerzone noch nicht unterschrieben“, erklärt sie. Vier Monate und etliche Prüfungen später konnte sie sich Konditorin nennen und den Mietvertrag unterschreiben. „Wenn Sie mich heute fragen, ob ich aufgeregt bin, sage ich: Nein, heute freue ich mich. Damals war ich aufgeregt, als ich für die Prüfung zwölf verschiedene Süßspeisen backen musste. Aber es hat ja alles geklappt und ein Zertifikat habe ich jetzt auch. Darauf bin ich schon stolz.“
Nicht nur sie, die ganze Familie hilft im Laden mit und ist stolz auf ihren Erfolg. Ehemann, Geschwister und die Kinder helfen mit, rollen Teig und formen Cookies. „Wir sind nicht nur eine Manufaktur, in der alles mit der Hand gefertigt wird, sondern vor allem ein Familienunternehmen“, verrät sie.
Dann wird sie nachdenklich. Sie wollte unbedingt eine eigene Manufaktur gründen, damit sie später nicht bereue, es nie versucht zu haben, erklärt Dilek Aydin. „Jetzt bin ich sehr dankbar und hoffe, alle gehen mit einem fröhlichen „Aloha“ im Herzen nach Hause.“ Die „Aloha Cookies Manufaktur“ in Brühl, Uhlstraße 25, hat täglich von 12 bis 18 Uhr geöffnet.
