Tagebau Hambach und GarzweilerBelastbare Daten zum Feinstaub erst 2018 erwartet

Lesezeit 1 Minute
7194142

Symbolbild

Rhein-Erft-Kreis/Hambach – Wegen der höheren Feinstaubbelastungen und der anstehenden Leitentscheidung zum Braunkohlentagebau Garzweiler hätten sich die Messungen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) im Jahr 2016 auf diesen Tagebau konzentriert.

Diese Aussage erhielt der fraktionslose Landtagsabgeordnete Daniel Schwerd auf eine Kleine Anfrage an die Landesregierung.

Demnächst solle eine der temporären Garzweiler-Messstationen an den Ostrand des Tagebaus Hambach bedarfsorientiert aufgestellt werden, heißt es in der Antwort von Verbraucherschutzminister Johannes Remmel vom 20. Dezember.

Alles zum Thema Tagebau Hambach

Daniel Schwerd hatte in seiner Anfrage wissen wollen, warum es am Tagebau Hambach nur eine Messstelle für zur Erfassung der Feinstaubwerte gebe. In seiner Antwort widersprach Remmel dem zwar und erklärte, es gebe fünf Messstellen, davon seien aber die meisten im Tagebau Garzweiler im Einsatz.

Welche gesundheitlichen Folgekosten die Feinstaubbelastung für die Bevölkerung verursache, konnte der Minister nicht sagen. Denn: „Bisher gibt es zu der Frage, wie viel Staub aus den Tagebauen imitiert wird, noch keine belastbaren Daten.“ Damit sei erst im Jahr 2018 zu rechnen. Erst dann seien auch Rückschlüsse auf die Gesundheitsbelastung möglich, teilte Remmel mit. (nk)

KStA abonnieren