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Unverzichtbares EhrenamtDieses Duo hilft der Wesselinger KG Kornblumenblau auf die Sprünge

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Zu sehen sind die Tänzerinnen der KG Kornblumenblau.

Sandra Klick und Yvonne Auerswald vom Tanzkorps der KG Kornblumenblau Wesseling arbeiten das ganze Jahr an den Tänzen für die Session.

Sandra Klick und Yvonne Auerswald führen das Tanzkorps der Wesselinger KG mit großem ehrenamtlichen Engagement zurück zu alter Größe.

Zwischen Musik, Hebefiguren und dem letzten Handgriff vor dem Auftritt gibt es bei der Karnevalsgesellschaft Kornblumenblau Wesseling 1960 zwei Frauen, ohne die vieles kaum möglich wäre: Sandra Klick und Yvonne Auerswald. Gemeinsam bilden sie voller Energie das Herz hinter den Kulissen des großen Tanzcorps. „Wir haben zusammen das große Tanzcorps von Kornblumenblau in den vergangenen eineinhalb Jahren wieder aufgebaut“, verkündet Klick nicht ganz ohne Stolz.

„Ein paar Jahre lang hatten wir bis dahin nur das gemischte Korps“, erzählt die 47-Jährige. „Jetzt gibt es wieder die zwei“: das Kinder- und Jugendtanzkorps und das große Tanzcorps mit 15 Tänzerinnen und zwei Tänzern im Alter von 16 bis 27 Jahren. „Das ist unser Projekt, das wir lieben“, ergänzt die 42-jährige Auerswald. Dafür engagieren sich die beiden Frauen neben ihrem Familienleben und ihrer Berufstätigkeit gern und opfern viele freie Stunden.

Familiäre Atmosphäre prägt die Arbeit im Verein

In der KG Kornblumenblau fühlen sie sich angesichts der Rückendeckung gut aufgehoben. „Wir sind ein Familienverein – da helfen alle“, sagen sie. Zweimal abends in der Woche kommen die Mitglieder des großen Tanzcorps in der Mehrzweckhalle in Urfeld zusammen, um zu trainieren. Erst jüngst gab es ein ganzes Trainingswochenende. Im Herbst geht es für ein solches in die Eifel. Was von außen nach buntem Karneval und lockerer Heiterkeit aussieht, bedeutet in Wahrheit harte Arbeit: Schrittfolgen einstudieren, Choreographien ausfeilen, Motivation schaffen, Kostüme organisieren, Terminauftritte koordinieren, Verletzungen versorgen und manchmal einfach nur zuhören.

„Ja, da kommt immer wieder vieles zusammen. Da stimmt bei jemanden mal was mit dem Rock nicht, da fehlt bei einer anderen der Lidschatten, da noch ein Haargummi und manchmal wird auch eine Kopfschmerztablette gebraucht“, bestätigt Klick. „Mädchen für alles“ nennen sie sich selbst mit einem Lachen. Tatsächlich beschreibt es ihre Aufgaben ganz gut. Denn mit ihrem Einsatz, ihrer Geduld sorgen sie dafür, dass die Gruppe nicht nur tänzerisch zusammenwächst, sondern auch menschlich.

„In der Regel studieren wir für die Session zwei neue Tänze ein, die Gardetanz mit modernen Showelementen und Hebefiguren vereinen“, so Klick. „Hier ergänzen sich unsere unterschiedlichen Vorerfahrungen sehr gut“, führt sie aus. In Brühl aufgewachsen und heute mit ihrer Familie in Urfeld zu Hause, tanzte sie bereits bei der KG Kornblumenblau, war anschließend und bis heute im Elferrat aktiv und wird noch bis zum Sommer im Vorstand mitwirken. Danach will sie sich mehr auf das Tanztraining konzentrieren.

Zu sehen sind Yvonne Auerswald und Sandra Klick.

Yvonne Auerswald (l.) und Sandra Klick (r.) trainieren das große Tanzcorps der KG Kornblumenblau Wesseling.

Unterdessen bringt Auerswald, die in der Kölner Südstadt aufgewachsen ist und heute in Wesseling lebt, Einflüsse aus dem Cheerleading mit, das sie bereits von Kindes an bis ins Erwachsenenalter in Köln, Leverkusen und Langenfeld auf Wettkampfebene betrieben hat. Dynamik, Körperspannung und Teamgeist prägen so ihre Arbeit mit dem Tanzcorps. Über Freunde, die bei den Kornblumen in vorderer Reihe aktiv sind, kam sie zum Wesselinger Verein. Nach den Trainingseinheiten gibt es für die beiden Frauen eigentlich keinen Feierabend. Sie schauen sich Videos an, beantworten Fragen in der Gruppe, kümmern sich um Auftrittsanfragen, koordinieren Termine.

Vor dem Einschlafen noch viele Ideen im Kopf

„Und es gibt kaum einen Tag, an dem wir uns nicht austauschen“, so Klick. „Vor dem Einschlafen gehen mir immer noch viele Ideen durch den Kopf“, berichtet Auerswald. Wenn es Richtung Sessionsstart geht und der Feinschliff kommt, gibt es herausfordernde Stunden, weiß sie. „Aber inzwischen ist es so schön, zu sehen und zu spüren, wie sich die Tänzerinnen und Tänzer immer mehr zutrauen, mehr Sicherheit in den Schritten und Hebungen bekommen“, erzählt sie.

„Darauf lässt sich sehr gut aufbauen.“ Bei den Wesselinger Karnevalisten schätzt man vor allem ihre Verlässlichkeit. Gerade im Karneval, der schließlich vom Ehrenamt lebt, sind Menschen wie sie unverzichtbar. Sie investieren Freizeit, Kraft und Herzblut — nicht für Applaus, sondern aus Leidenschaft für den Verein und den Tanzsport.

In der nächsten Folge der Serie „Die gute Seele“ berichten wir über Irene Rygol. Sie engagiert sich als ehrenamtliche Sterbebegleiterin im Verein „Hospiz in Frechen“