Fahrradklimatest läuft noch bis Ende November
Noch bis Ende November können Radfahrerinnen und Radfahrer im Rhein-Sieg-Kreis online bewerten, wie fahrradfreundlich ihre Gemeinde ist. Der ADFC-Fahrradklimatest 2026, den der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium durchführt, läuft noch bis zum 30. November. Bis zum 22. Oktober hatten im Kreis 1266 Personen teilgenommen, wie der ADFC Rhein-Sieg-Kreis mitteilt. Das sind rund 100 Bewertungen weniger als zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2024.
So funktioniert die Umfrage
„Wir hoffen, dass im November die Teilnehmerzahl noch einmal kräftig nach oben geht“, heißt es in der Mitteilung des ADFC‑Kreisvorsitzenden Peter Lorscheid aus Niederkassel. Die Umfrage erfasst in 27 gleichbleibenden Fragen, wie Radfahrende Sicherheit, Komfort und Infrastruktur in den 19 Kommunen des Kreises einschätzen. Bewertet wird nach Schulnoten. Zusätzlich können Teilnehmende eigene Anmerkungen hinterlassen.
Nordbrücke dürfte Thema werden
Lorscheid erwartet, dass dabei vor allem ein lokales Thema zur Sprache kommen wird: „Sicherlich wird gerade in den an Bonn angrenzenden Kommunen die Sperrung der Nordbrücke und Folgen für Radpendler eine wichtige Rolle spielen“, heißt es in der Mitteilung. Für die Stadt Bonn selbst verzeichnet der ADFC demnach bereits einen deutlichen Anstieg der Beteiligung.
Elf von 19 Kommunen erreichen Mindestbeteiligung
Bislang haben 11 der 19 Kommunen im Kreis die Mindestbeteiligung von 50 Teilnehmenden erreicht, die für eine wissenschaftliche Auswertung erforderlich ist. Die höchsten Teilnehmerzahlen verzeichnen Rheinbach und Sankt Augustin mit jeweils 131 Bewertungen. Knapp unter dieser Schwelle liegen Lohmar und Wachtberg mit je 43 Teilnehmenden. Deutlich mehr Beteiligung benötigen noch Swisttal (28), Windeck (29), Eitorf (22), Much (16), Neunkirchen-Seelscheid (15) und Ruppichteroth (2).
Chance, Verwaltung und Politik zu erreichen
Lorscheid betont den politischen Nutzen der Umfrage: „Der Fahrradklimatest ist für die Bürgerinnen und Bürger die Chance, ihrer Gemeindeverwaltung und der Politik mitzuteilen, wie sie die Maßnahmen für den Radverkehr einschätzen. Alle Antworten werden wissenschaftlich ausgewertet und den Kommunalverwaltungen und der Politik vorgestellt.“ (jv)

