Angesichts von wiederholtem Vandalismus überprüft die Stadt Köln, ob sie ihre 18 Fahrradreparatursäulen an Bahn-Haltestellen weiter betreibt. Das teilte ein Sprecher mit. Er sagte: „Leider zeigen die Erfahrungen im Alltag, dass die Stationen im gesamten Stadtgebiet extrem stark von wiederkehrendem Vandalismus und Werkzeugdiebstahl betroffen sind.“
Die Säulen stehen in unmittelbarer Nähe zu Haltestellen von Bus und Bahn, an Orten, an denen viele Radler und Radlerinnen ihre Räder abstellen. Laut früherer Aussagen der Stadt sei dies „ein weiterer wichtiger Baustein zur Förderung der Nahmobilität und Verkehrswende“.
Probleme sind nicht neu
Zusätzlich zu einer Luftpumpe verfügen die Säulen über kleineres Werkzeug, um Schäden ausbessern zu können. Es ist über Drähte mit der Anlage verbunden.
Laut des Sprechers weisen alle Säulen Beschädigungen auf, oder das Werkzeug ist unvollständig, weil es gestohlen wurde. Der Sprecher sagte: „Das schränkt die Nutzung ein oder macht sie unmöglich.“ Das Problem indes ist nicht neu: Schon wenige Wochen nach dem Aufstellen der Säulen vor drei Jahren gab es erste Diebstähle und Vandalismus (wir berichteten).
Zwar plant die Stadt derzeit nicht, die Säulen zu entfernen. Aber sie spricht mit dem Bundesumweltministerium darüber, ob sie die Säulen weiter betreiben kann und wenn ja, was sie verändern muss. Das Ministerium hatte die Fahrradreparatursäulen gefördert.
Auf der Internetseite des Kölner Ablegers des Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) heißt es: „Bitte geht sorgsam mit diesem Angebot um und meldet etwaige Schäden an die Stadtverwaltung.“ Der ADFC-Vorsitzende Christoph Schmidt sagte: „Ich bin ein großer Fan dieser Säulen, aber die Stadt kann ja schlecht einen Wachmann daneben setzen. Es ist frustrierend.“ (mhe)

