Im dem letzten Spiel in der CHL-Vorrunde kommt es am Mittwoch zu einem schwedischen Trainerduell: Thomas Berglund trifft auf seinen Landsmann Sam Hallam, der Genève-Servette coacht.
Duell mit GenfKölner Haie kämpfen um gute Ausgangslage in der Champions Hockey League

Thomas Berglund (r.), Trainer der Kölner Haie.
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Die Spiele in der Champions Hockey League sind für die Kölner Haie eine willkommene Abwechslung zum Alltag in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Zum Abschluss der Vorrunde reist das KEC-Team am Mittwochvormittag mit einer Chartermaschine nach Genf, wo es am Abend (19.45 Uhr, Sporteurope.TV) bei Servette antritt, um möglichst dort weiterzumachen, wo es in der vergangenen Woche beim 3:0 gegen Herning aufgehört hat.
Es ist immer schwer, gegen Schweizer Mannschaften zu spielen, vor allem wenn sie zu den besten ihrer Liga gehören
In der europäischen Eishockey-Königsklasse haben die Haie bisher alle fünf Spiele gewonnen und nur beim 5:4 nach Verlängerung in Tampere einen Punkt abgegeben. Gegner Nummer sechs schätzt Haie-Coach Thomas Berglund als besonders stark ein. „Es ist immer schwer, gegen Schweizer Mannschaften zu spielen, vor allem wenn sie zu den besten ihrer Liga gehören“, sagte der 57-jährige Schwede vor der Abreise. „Genève-Servette verfügt über viel Talent und spielt mit hohen Ambitionen in der CHL. Mit Sam Hallam haben sie zudem einen äußerst erfahrenen und erfolgreichen Trainer an der Bande.“
Es wird ein interessantes schwedisches Trainerduell: Hallam (47), früherer Nationalcoach seines Heimatlandes, ist seit Saisonbeginn in Genf tätig. Zuvor betreute er lange die Växjö Lakers und kennt Berglund, den ehemaligen Trainer von Lulea HF, aus der schwedischen Liga.
Der letzte Gegner in der VorrundeGenève-Servette gewann 2023 erstmals die Schweizer Meisterschaft und sicherte sich ein Jahr später auch den Titel in der Champions Hockey League. Im Finale bezwangen die Genfer damals den schwedischen Klub Skellefteå AIK mit 3:2. In der vergangenen Saison belegte Servette den dritten Platz in der Schweizer National League und erreichte das Playoff-Halbfinale.
Auch in der laufenden CHL-Saison haben die Schweizer bereits ihre Klasse bewiesen. Zum Auftakt besiegten sie den Deutschen Meister Eisbären Berlin mit 6:2, anschließend folgten Erfolge gegen Storhamar Hamar (3:2) und GKS Tychy (1:0). Gegen Skellefteå (2:3) und die Växjö Lakers (0:4) gab es dagegen Niederlagen. Servette ist wie die Haie bereits für das Achtelfinale qualifiziert, es geht somit für beide um eine gute Platzierung.
Allerdings haben die Genfer zurzeit erhebliche Personalprobleme. Zuletzt standen zehn Profis auf der Verletztenliste, darunter die finnischen Nationalspieler Markus Granlund und Sakari Manninen. Dennoch belegt Servette in der Schweizer National League den zweiten Tabellenplatz hinter ZSC Lions und bewies am vergangenen Samstag Moral. Gegen den HC Davos verwandelte die Mannschaft einen 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Sieg.
Bei den Haien sind nur Torhüter Felix Brückmann und Stürmer Dominik Bokk verletzt. Möglicherweise wird Berglund erneut rotieren und jungen Spielern eine Chance geben. Allerdings wohl in geringerem Umfang als gegen Herning, als fünf Routiniers geschont wurden.
Der weitere ModusDie Paarungen im CHL-Achtelfinale ergeben sich aus der Abschlusstabelle der Vorrunde. Der Erste trifft auf den 16., der Zweite auf den 15. und so weiter. Die Reihenfolge der Hin- und Rückspiele legt die CHL unter Berücksichtigung der Verfügbarkeit der Hallen fest. Achtel-, Viertel- und Halbfinale werden jeweils mit Hin- und Rückspiel ausgetragen, wobei die Gesamtzahl der erzielten Tore über das Weiterkommen entscheidet. Anders als in der DEL können die Partien in der K.o.-Runde auch remis enden. Verlängert wird nur bei Torgleichheit nach Hin- und Rückspiel. In einem solchen Fall folgt eine zehnminütige Verlängerung mit drei gegen drei Feldspielern. Fällt kein Tor, gibt es ein Penaltyschießen.
