Im Sauerland misst sich der KEC am Wochenende mit Rivalen aus NRW. Gleichzeitig läuft die Suche nach einer offensiven Verstärkung.
EishockeyKölner Haie suchen dringend einen Torjäger

Kari Jalonen, Trainer der Kölner Haie
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Wieder einmal fliegt die Zeit: In nur zwei Wochen, am 12. September, starten die Kölner Haie in die Saison 2025/26 der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) – mit einer Heimpartie gegen Red Bull München. Es sieht so aus, als sei zumindest in Sachen Zuschauerzuspruch alles beim Alten.
Für das Auftaktwochenende, zu dem eine weitere Heimpartie in der Lanxess-Arena gegen Meister Eisbären Berlin am 14. September gehört, hat der Verein bislang 33.000 der rund 37.000 verfügbaren Tickets abgesetzt. Heißt: Die Zeichen stehen auf eine ausverkaufte Lanxess-Arena – wie so häufig in der vergangenen Spielzeit, in der der KEC mit einem Schnitt von 17.829 Besuchern seinen eigenen Europa-Zuschauer-Rekord verbesserte.
Die neue Haie-Mannschaft von Chefcoach Kari Jalonen, ausgestattet mit zehn neuen Profis, die den Besuchern entsprechend grandiose Spektakel bieten soll, befindet sich noch in der Findungsphase. Am Wochenende nimmt sie am NRW-Cup in Iserlohn teil, trifft am Samstag (13.30 Uhr) zunächst auf den Zweitligisten Krefeld Pinguine und am Sonntag (13:30/ 18 Uhr)– je nach Ergebnissen – entweder auf den DEL-Absteiger Düsseldorf oder den Liga-Konkurrenten Iserlohn.
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„Wir nehmen uns vor, am Wochenende zwei gute Spiele zu machen. Natürlich wollen wir beide Spiele gewinnen, aber in der Vorbereitung geht es primär darum, zu testen, sich einzuspielen und ein Gefühl füreinander zu bekommen“, sagt Haie-Kapitän Moritz Müller. „Es ist dabei auch schön, gegen zwei Teams aus NRW zu testen – Krefeld ist ein absolutes Top-Team der DEL2 und wird ein guter Test für uns.“
Nur ein Haie-Sieg in der bisherigen Vorbereitung
Von den bisherigen vier Testbegegnungen in der Saisonvorbereitung gewannen die Haie nur eine: Am vergangenen Samstag bezwangen sie in Graz Slovan Bratislava mit 3:1, nachdem sie zuvor zweimal gegen Tappara Tampere (1:2, 0:2) und gegen die Malmö Redhawks (1:4) verloren hatten. Die KEC-Abwehr wirkte schon recht stabil, den Haie-Profis fiel aber das Toreschießen schwer: Nur fünfmal trafen sie in den vier Begegnungen.
Zuletzt fehlten zwar die angeschlagenen Stürmer Kevin Niedenz und Nate Schnarr, die in Iserlohn wohl wieder dabei sein werden. Dennoch wurde deutlich, dass es nicht einfach sein wird, den Abgang des nach Mannheim gewechselten Justin Schütz aufzufangen, der in der Hauptrunde 2024/25 mit 26 Treffern der beste Kölner Torschütze war. Alexandre Grenier, mit 17 Toren zweitbester Schütze, ging nach Augsburg, da die Haie ihm keinen Vertrag anboten.
Sportdirektor Matthias Baldys ist seit Wochen auf der Suche nach einem weiteren Angreifer für Jalonens Team – nach einem Flügelstürmer mit guten Scorer-Qualitäten. Nach einem Profi also, den die Haie gut gebrauchen können, wenn sie auf dem Eis so spektakulär sein wollen wie die Kulisse, vor der sie spielen.