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Kölner HaieTrainer Thomas Berglund startet mit sechs neuen Profis in die Saisonvorbereitung

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Trainer Thomas Berglund (Mitte) im Haie-Zentrum umrahmt von Sportdirektor Matthias Baldys (r.) und Co-Trainer Henrik Stridh.

In dieser Woche versammeln sich die KEC-Profis zum Start der Saisonvorbereitung in Köln. Sportdirektor Matthias Baldys erklärt, wie er die Mannschaft  verstärkt hat und was er sich von den Neuen verspricht.

Mitten im Hochsommer ruft wie üblich das Eis. Im Deutzer Trainingszentrum der Kölner Haie trudeln in dieser Woche die Spieler ein – aus deutschen Regionen, Nordamerika, Schweden und Finnland. Der neue Trainer Thomas Berglund und sein Assistent Henrik Stridh wurden am Dienstagabend in Köln erwartet. Nach den obligatorischen medizinischen Checks wird die Mannschaft voraussichtlich am kommenden Montag zum ersten Mal gemeinsam auf dem Eis der Kölnarena 2 trainieren.

Und man wird nach und nach erkennen, wie fit die Rückkehrer sind, wie sich die neuen Profis ins Team einfügen – und ob die Planungen von Manager Matthias Baldys aufgehen könnten. Sechs neue Profis und den Nachwuchstorwart Niko Wiens (21) hat er nach Köln geholt, im Vergleich zu anderen Jahren ist das wenig. „Es ging darum, den Kader gezielt zu ergänzen und zu verstärken und nicht komplett umzubauen“, sagt Baldys. Die vorige DEL-Saison, die die Haie als Sieger der Hauptrunde abschlossen, werteten die Kölner als Erfolg. Trotz der Playoff-Halbfinal-Niederlage gegen Berlin.

Robin Press ist der schillerndste Einkauf der Kölner Haie

Nachwuchsgoalie Wiens soll vor allem bei der Kooperationsmannschaft der Haie, dem Oberligisten Duisburg, Spielpraxis sammeln. Bei den Profis setzt der KEC auf das bewährte Duo aus Janne Juvonen und Felix Brückmann. In der Defensive findet sich der schillerndste Einkauf der Haie: der schwedische Powerplay-Spezialist Robin Press (31), der in den vergangenen fünf Jahren in der russischen KHL spielte, mit Metallurg Magnitogorsk 2024 Meister wurde – und stets zu den punktbesten KHL-Verteidigern gehörte. Baldys beobachtete den Spieler, wie er sagt, schon seit einiger Zeit. Als Press auf den Markt kam, schlugen die Haie zu – wobei es hilfreich war, dass Coach Berglund ebenfalls Schwede ist. „Robin hat seine Stärken auch in der Offensive. Er ist groß, hat eine gute Reichweite, kann das Spiel gestalten und Powerplay spielen“, erklärt Baldys.

Der zweite Neue in der Haie-Defensive ist der 19-jährige Carlos Händel, der aus einer kanadischen Juniorenliga kommt.   „Carlos kann bei uns den Sprung ins Profi-Eishockey schaffen. Das ist immer ein großer Schritt und nicht zu unterschätzen“, urteilt Baldys, der viel von Händel hält: „Er ist sehr talentiert, ein starker Läufer mit guter Technik – sicherlich in seinem Jahrgang (2007) einer der talentiertesten Spieler in Deutschland.“

Wir verfügen über eine gewisse Tiefe im Kader, der Konkurrenzkampf ist da. Deshalb ist jeder Einzelne für unseren Erfolg wichtig
Matthias Baldys, Manager der Kölner Haie

Verstärkt wird die Defensive außerdem mit Luca Münzenberger (22), den der KEC im vergangenen Herbst an die Kassel Huskies ausgeliehen hatte, nachdem er unter dem damaligen Trainer Kari Jalonen kaum zum Einsatz gekommen war. Die Zeit beim DEL2-Klub habe Münzenberger gutgetan, findet Baldys, nun müsse er sich in Köln behaupten: „Wir verfügen über eine gewisse Tiefe im Kader, der Konkurrenzkampf ist da. Deshalb ist jeder Einzelne für unseren Erfolg wichtig.“ Schließlich ist der KEC zum ersten Mal seit 2014 für die Champions Hockey League qualifiziert.

In der Offensive hat sich am meisten getan. Baldys verpflichtete drei deutsche Nationalspieler, Marcel Noebels (34, aus Berlin), Daniel Fischbuch (32, Iserlohn) und Tim Fleischer (25, Straubing) – sowie den Schweden Markus Ljungh (35) aus Linköping.

Von Noebels, der mit den Eisbären fünfmal Deutscher Meister wurde, zuletzt im Mai, verspricht sich Baldys nicht nur Tore, sondern auch Siegermentalität. „Er weiß, worauf es in der Saison, aber natürlich auch in den Playoffs ankommt. Und das ist etwas, was unserer Mannschaft weiterhelfen kann“, sagt der Haie-Manager. Nach zwölf Jahren in Berlin beginne für Noebels in Köln „eine Art Neuanfang, ein neues Kapitel. Und Marcel verspürt eine große Vorfreude darauf.“

Fischbuch sei seinerseits „ein Powerplay-Spieler, läuferisch gut, mit einem gefährlichen Abschluss – ein richtig guter Spieler, der uns mit seiner Erfahrung und seiner Spielstärke weiterhelfen wird.“

Fleischer, Jahrgang 2000, habe viel Entwicklungspotenzial. „Tim ist ein Spieler, der definitiv zur Zukunft des deutschen Eishockeys gehören kann“, meint Baldys. Der vielseitig einsetzbare Stürmer sei „verlässlich und dazu ein richtig guter Läufer.“

Kölner Haie bestreiten erstes Testspiel am 14. August gegen Iserlohn

Den schwedischen Center Ljungh zeichnet Baldys mit dem Prädikat „schlau“ aus. Er verteile die Scheibe gut, lese das Spiel und sei verlässlich. Vom Spielertyp erinnert er Baldys ein wenig an den früheren Haie-Center Andreas Falk – vielleicht mit „ein bisschen mehr offensivem Touch“.

Bald werden Baldys und Berglund erste Eindrücke davon gewinnen, ob sich die Vorab-Einschätzungen mit der Realität auf dem Eis decken. Am 14. August steht ein erstes Testspiel gegen den DEL-Rivalen Iserlohn an. Das erste Pflichtspiel, eine CHL-Partie in Salzburg, folgt schon am 3. September, gut zwei Wochen vor dem DEL-Saisonstart am 18. September gegen Wolfsburg.