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Auch Hagel und Sturm möglichDWD warnt vor schweren Gewittern und heftigem Starkregen in der Region Köln

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Blitze zucken bei einem abendlichen Gewitter über Mittelfranken.

Auch in NRW könnte es die nächsten Tage ungemütlich werden. (Symbolbild)

Auch für Nordrhein-Westfalen zeichnet sich eine feuchtere Phase ab, doch wie viel Regen tatsächlich fallen wird, ist noch unklar.

Der sommerliche Endspurt könnte im Rheinland sprichwörtlich ins Wasser fallen: In Teilen Deutschlands sind in den kommenden sieben Tagen erhebliche Niederschlagsmengen möglich. Darauf deuten verschiedene aktuelle Modellrechnungen hin, die am Mittwoch (19. August) veröffentlicht wurden. Auch das Wetterportal von Jörg Kachelmann berichtet darüber.

Amtliche Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes

Am Mittwochabend (19. August) gab der Deutsche Wetterdienst dann eine Unwetterwarnung für eine Region im Großraum Köln heraus. Demnach könne es in Teilen des Rhein-Erft-Kreises sowie im Kreis Euskirchen zu schweren Gewittern mit heftigem Starkregen kommen.

Demnach handele es sich um Niederschlagsmengen um 30 l/m² in kurzer Zeit sowie schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 80 km/h (22 m/s, 44 kn, Bft 9) und 100 km/h (28 m/s, 55 kn, Bft 10) und Hagel mit Korngrößen um 3 cm.

Die Unwetterwarnung galt vorerst für Mittwochabend zwischen 18 bis 20 Uhr.

Die offiziellen Handlungsempfehlungen: Aufenthalt im Freien vermeiden oder Schutz suchen (z.B. in Gebäuden); Gewässer meiden; Gerüste und frei stehende Objekte (z.B. Leinwände und Bühnen) sichern; z.B. Zelte und Abdeckungen befestigen, wenn möglich, rechtzeitig abbauen; im Freien auf herabfallende Gegenstände (z.B. große Äste, Dachziegel) achten und ggf. Schutz suchen; überflutete und gefährdete Abschnitte meiden; Verhalten im Straßenverkehr anpassen, Behinderungen auf Verkehrswegen einplanen; ggf. vorbeugend Hochwasser-Schutzmaßnahmen treffen; bei drohender/bereits bestehender Überflutung Keller sofort verlassen; über Hochwasserlage unter www.hochwasserzentralen.de informieren.

Besonders das deutsche ICON-Modell berechnet lokal Summen von mehr als 100 Litern pro Quadratmeter bis zum 26. August. Das europäische ECMWF-Modell hingegen kommt zu deutlich geringeren Werten. Die Prognosen der beiden Systeme weichen somit noch deutlich voneinander ab.

Wetterdienste warnen vor ergiebigem Niederschlag

Die Karten zeigen die stärksten Signale vor allem für Regionen in der Mitte und im Süden Deutschlands. Für Nordrhein-Westfalen liegen die berechneten Mengen im mittleren Bereich. Je nach Modell und genauer Lage könnten hier in der Summe mehrere Dutzend Liter pro Quadratmeter zusammenkommen.

Nach der langen Dürreperiode wäre Dauerregen besonders für die Landwirtschaft wichtig und nach den vorangegangenen trockenen Phasen eine willkommene Entlastung für Böden und Vegetation. Gleichzeitig birgt er aber auch das Risiko lokal intensiverer Schauer oder Gewitter.

Fallen die Niederschläge innerhalb kurzer Zeit in größerem Umfang, können kleinere Bäche und Flüsse rasch anschwellen. Dann wären überflutete Straßen, vollaufende Keller und Probleme in der Kanalisation örtlich nicht auszuschließen.

Regenmengen von über 100 Litern möglich – Modelle widersprechen sich

Nach langer Trockenzeit führt viel Regen in kurzer Zeit, der oft nicht versickert, sondern oberflächlich abfließt, zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für lokale Überschwemmungen. Auch Sturzfluten sind im schlimmsten Fall möglich.

Meteorologen betonen, dass die Unsicherheit bei mittelfristigen Niederschlagsprognosen nach wie vor groß ist. Schon kleine Verschiebungen der Wetterlage können die tatsächlichen Niederschlagsmengen und die betroffenen Gebiete erheblich verändern.

Ursache für die Unterschiede ist unter anderem, dass die genaue Lage der wetterbestimmenden Tiefdruckgebiete und feuchten Luftmassen noch nicht ausreichend feststeht. Bereits geringe Abweichungen bei Zugbahn und Geschwindigkeit können die Niederschlagsverteilung deutlich verändern.

Wetter in NRW wird feucht und nass

Nach derzeitigem Stand wird sich der Niederschlag nicht gleichmäßig über den gesamten Zeitraum verteilen. Es ist vielmehr damit zu rechnen, dass sich einzelne Regen- und Gewitterphasen abwechseln, in denen innerhalb kurzer Zeit größere Niederschlagsmengen zusammenkommen.

Für Köln und das Rheintal bedeutet das, dass die Bevölkerung und die Einsatzkräfte die weiteren Aktualisierungen der Wetterdienste im Blick behalten sollten. In welchem Umfang die höheren ICON-Werte eintreffen werden, wird sich erst in den nächsten Tagen klarer abzeichnen.

Insgesamt zeichnet sich aber eine unbeständige und feuchtere Phase ab. Die Temperaturen bleiben weit unter 30 Grad. Wie viel Regen letztlich in Nordrhein-Westfalen und anderswo ankommt, hängt von der weiteren Entwicklung der Großwetterlage ab. (mbr)