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Gute Laune nach KnatschJecke Szene trifft sich in der Kölner Lanxess-Arena

Auch in der kommenden Session wird die Lanxess-Arena wieder zur Jecken-Hochburg. Drei Traditionsformate gehen in der Halle in Deutz über die Bühne.

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Gruppenbild zahlreicher Künstlerinnen und Künstler in der Lanxess-Arena.

Etliche beteiligte Künstlerinnen und Künstler stimmten sich am Dienstag (3. November 2026) schon einmal auf die drei Party-Formate in der Lanxess-Arena ein.

Vor den Jecken steht eine knackig kurze Session. Gerade einmal fünf Wochen bleiben, um das Karnevalstreiben Anfang des neuen Jahres durchzuziehen. Für die Macher der Lachenden Kölnarena ist die Aufgabe noch schwieriger.

Durch die Handball-Weltmeisterschaft, die im Januar in Köln steigt, ist die Lanxess-Arena an zwei Wochenenden belegt. „Leider gibt es deshalb in diesem Jahr nur 13 Ausgaben“, sagt Geschäftsführer Stefan Löcher. Die Ticketnachfrage zeigt jedoch jetzt schon, dass diese besonders voll werden. Bisher steht der Besucherrekord bei 18.500 Gästen an einem Abend.

Lachende Kölnarena: 13 Veranstaltungen in Session 2027

Eine Woche vor dem Sessionsauftakt trafen sich am Dienstag (3. November 2026) etliche Künstlerinnen und Künstler im Deutzer Stimmungstempel, um sich auf die kommenden Wochen einzustimmen. Wo demnächst wieder gesungen, geschunkelt und gefeiert wird, ging es noch ruhig zu.

Blick in die Lachende Kölnarena.

Die Lachende Kölnarena sorgt jedes Jahr für absoluten Ausnahmezustand in der Lanxess-Arena.

Den Auftakt bildet wieder „Elfter im Elften – Immer wieder kölsche Lieder“. Am 14. November werden alle Top-Bands der Szene auf der Center-Stage stehen. Ken Reise führt durch das stundenlange Programm. Am 2. Januar 2027 startet dann die Lachende – alle Formate wie gewohnt mit Selbstverpflegung. Das Pittermännchen in der Halle kostet 79 Euro, was 1,58 Euro pro Kölsch entspricht.

„Kein Grund, kleiner zu denken“

„Es gibt trotz der kurzen Session für uns keinen Grund, kleiner zu denken“, sagt Nathalie Drmota von der Gastspieldirektion Otto Hofner. „Wir versuchen auch in der kurzen Session, die Erwartungen zu erfüllen, und wollen die Leute begeistern“, ergänzt Michael Burgmer. „Wir werden das Rad nicht neu erfinden, müssen aber mit der Zeit gehen.“

Deshalb wird bei „Elfter im Elften“ erstmals Michael Kuhl mit seinem Orchester das Programm begleiten. Als Opener darf sich die Band Machemer beweisen. „Wir müssen etwas verändern, um die jungen Leute an das Brauchtum heranzuführen“, sagt Burgmer. Doch beim Bestreben, das Traditionsformat in die Zukunft zu führen, hatte es im Sommer reichlich Wirbel gegeben.

Den Traditionskorps war durch die Gastspieldirektion mitgeteilt worden, dass sie ab 2028 keinen Auftritt mehr auf der Bühne haben sollen. Die gewonnene Zeit wollte man für Nachwuchs-Acts nutzen. Nach dem Sturm der Entrüstung in der Karnevalsszene und einem klärenden Gespräch mit Festkomitee-Präsident Lutz Schade kam die Rolle rückwärts.

Stefan Löcher, Michael Burgmer und Nathalie Drmota sowie Lutz Schade bei der Pressekonferenz.

Arena-Geschäftsführer Stefan Löcher, Michael Burgmer und Nathalie Drmota von der Gastspieldirektion Otto Hofner sowie Festkomitee-Präsident Lutz Schade (v.l.) sprachen über die anstehende Session.

„Im Leben gibt es schon mal Sachen, die du mit gutem Willen, guten Absichten und nachvollziehbaren Argumenten tust, die aber vielleicht dann am Ende des Tages doch nicht so ganz gut sind“, versuchte Löcher nochmals, den Knatsch zu beschreiben. „Die Lachende so zu planen, dass wir nicht nachher noch um zwei Uhr nachts hier sind, weil wir alle Bands, Traditionskorps und Tanzgruppen dabeihaben, ist nicht ganz einfach.“

Doch der Ansatz, gerade beim Brauchtum den Rotstift anzusetzen, war der falsche. „Wir sehen den Auftritt der Traditionskorps als wichtig an. Deshalb haben wir gemeinsam gesprochen und haben eine gute Lösung gefunden“, sagt der Arena-Chef.

Schade machte nochmals klar, wie wichtig es für den Fortbestand des Karnevals ist, dass auch jungen Menschen gezeigt werde, was Brauchtum ausmache. „Da gehört ein Mariechentanz oder Stippefott dazu. Ich bin sehr froh, dass wir da einer Meinung sind und wir die Möglichkeit haben, den Traditionskorps weiterhin diesen Auftritt zu Beginn der Lachenden zu ermöglichen.“

Lachende Pänzarena: zwei Ausgaben für den Nachwuchs

Wichtig für die jecke Zukunft ist auch die Lachende Pänzarena, die am 9. und 16. Januar für die gesamte Familie steigt. „Als wir das Format 2017 gestartet haben, wurden gerade mal 700 Tickets verkauft“, blickte Drmota zurück. In diesem Jahr waren 17.000 Pänz und Familienmitglieder dabei.

Bei der Lachenden Kölnarena wird es auch wieder einen Wettbewerb für den karnevalistischen Nachwuchs und Newcomer geben. Aber auch dort soll die Balance gelingen. „Es darf nicht zu sehr Ballermann werden“, sagt Löcher. „Wir wollen die Tradition bewahren aber auch neue Gesichter fördern.“