Die Blätter verfärben sich allmählich bunt und fallen von den Bäumen. Für die Kölner Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) ist das der Start in eine arbeitsreiche Saison, denn sie beginnen jetzt damit, regelmäßig das Laub von öffentlichen Flächen zu entfernen.
Rund 2000 Tonnen Laub sammeln die AWB nach eigenen Angaben in jeder Saison ein. Das entspricht dem Ladevolumen von etwa 200 Müllwagen. Bei der Entsorgung des Laubs gehe es nicht nur um Sauberkeit, nasses Laub könne vor allem auf Geh- und Radwegen zur Gefahr werden.
Rund 600 AWB-Beschäftigte befreien Straßen und Gehwege von Laub
Im Herbst sind laut AWB rund 600 Beschäftigte und 250 Fahrzeuge unterwegs, um öffentliche Verkehrsflächen von Laub zu befreien. Dabei kämen moderne Techniken, aber auch klassische Handarbeit mit Besen oder elektrische Laubbläser zum Einsatz.
„Viele sehen nur das fertige Ergebnis“, sagt Kevin Kaufeld, der seit 14 Jahren für die Stadtreinigung der AWB arbeitet. „Aber wenn wir morgens um sechs Uhr in einer Allee unterwegs sind und nach einer regnerischen oder stürmischen Nacht alles voller Laub liegt, dann ist das echte Teamarbeit. Unser Ziel ist, dass die Menschen sicher zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen kommen. Wenn die Wege laubfrei sind und niemand darüber nachdenken muss, haben wir einen guten Job gemacht.“
Einsatzschwerpunkte müssen täglich neu bestimmt werden
In der Laubsaison muss je nach Wind und Wetter jeden Tag neu bestimmt werden, wo die Schwerpunkte der Einsätze liegen, so die AWB. Die Planung orientiere sich dabei an stark frequentierten Geh- und Radwegen sowie an Hauptverkehrsstraßen. Das eingesammelte Herbstlaub werde anschließend nicht entsorgt, sondern komme zum Großteil in die Kompostierungsanlage der Abfallverwertungsgesellschaft (AVG).
Die AWB weisen darauf hin, dass sie nur Straßen und Wege reinigen, die in ihrer Zuständigkeit liegen. Anwohnerinnen und Anwohner, die zur Reinigung der Flächen vor ihren Grundstücken verpflichtet sind, seien auch für die Entsorgung des Laubs verantwortlich, um zu verhindern, dass jemand rutscht oder stürzt.
Privates Laub sollte dabei nicht auf öffentlichen Wegen oder Fahrbahnen, sondern über die Biotonne oder die Grünschnittabfuhr entsorgt werden. Im Garten könne man das Laub locker aufschichten, um Igeln und Insekten einen Unterschlupf für den Winter zu bieten. (red)

