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Entscheidung im Rat
Stadt Köln macht Weg für Geißbockheim-Ausbau frei

Das Geißbockheim im Äußeren Grüngürtel

Das Geißbockheim im Äußeren Grüngürtel

  • Der 1. FC Köln möchte sein Trainingsgelände im Äußeren Grüngürtel ausbauen – die Pläne umfassen drei neue Trainingsplätze und ein Leistungszentrum.
  • Den Ratspolitikern liegen zwei Varianten vor: Zum einen der komplette Ausbau im Grüngürtel. Zum anderen ein Stopp des Verfahrens und die Suche nach einem zweiten Standort, möglicherweise in Marsdorf.
  • Der Kölner Stadtrat soll nun am 18. Juni eine Entscheidung fällen.

Köln – Die Stadt hat den Weg für eine Erweiterung des Geißbockheims im Grüngürtel am Montag prinzipiell freigemacht. Seit wenigen Minuten liegt der Politik eine Entscheidungsvorlage zum Ausbau-Antrag des 1. FC Köln vor, über die der Rat am 18. Juni final entscheiden soll. Aus dem Bebauungsplan geht hervor, dass die Erweiterung grundsätzlich möglich wäre. So würden weder die Belange des Denkmalschutzes noch die des Umweltschutzes dagegen sprechen.

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Eine Beeinträchtigung der klimatischen Gesamtsituation ist demnach in nur geringem Maße zu erwarten. Schalltechnisch würden gesunde Wohnverhältnisse in der Umgebung bestehen bleiben. Negativ auswirken würde sich die Erweiterung auf die Bodenqualität. Die Erholungsfunktion der Gleueler Wiese wäre beeinträchtigt.

Entscheidung noch vor der Kommunalwahl

Oberbürgermeisterin Henriette Reker will noch vor der Kommunalwahl eine Entscheidung herbeiführen. Dabei haben die Politiker die Wahl zwischen zwei Varianten: Zum einen können sie den Antrag des FC in vollem Umfang – also inklusive der besonders umstrittenen drei neuen Sportplätze auf der bislang unbebauten Gleueler Wiese – genehmigen und damit einen entsprechenden Bebauungsplan aufstellen.

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Allerdings, so OB Reker, habe sich der „gesellschaftliche Blick auf den Ausbau im Grüngürtel verändert“. So seien etwa im Rahmen der Bürgerbeteiligung insgesamt 7147 Stellungnahmen zu den Plänen eingegangen. Zwar habe die ausführliche rechtliche Prüfung ergeben, dass der FC-Antrag dennoch genehmigungsfähig sei. Trotzdem stellt die von der Oberbürgermeisterin unterzeichnete Beschlussvorlage eine zweite Variante zur Abstimmung.

FC soll mit Stadt neue Alternativen entwickeln

Danach soll der FC das Verfahren anhalten und zusammen mit der Stadt neue Alternativen entwickeln. Das könnte etwa die – vom FC bislang stets abgelehnte – Aufteilung des Betriebs sein. Danach würden die Profimannschaften weiterhin am Geißbockheim trainieren, die Jugend- und Frauenmannschaften aber an anderer Stelle, etwa in Marsdorf.

Vor allem in Lindenthal gibt es seit langem laute Proteste gegen den Ausbau, gegen den auch eine Bürgerinitiative mobil macht. Bislang hatten sich im Stadtrat eine deutliche Mehrheit von SPD, CDU und FDP klar für den Ausbau ausgesprochen, während sich die Grünen dagegen gestellt hatten. Grüne und CDU sind die Hauptunterstützer von OB Reker im Rat. 

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