Wegen der Sanierung stehen die städtischen Bühnen in der Kritik. Nun suchen sie einen neuen Chef.
„Zum nächstmöglichen Zeitpunkt“Bühnen der Stadt Köln suchen neuen Geschäftsführer

Die Baustelle der Bühnen am Offenbachplatz.
Copyright: Arton Krasniqi
Die Bühnen der Stadt Köln suchen derzeit „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ eine neue geschäftsführende Direktion. Das geht aus einer Ausschreibung für den Job hervor.
Der frühere geschäftsführende Direktor, Patrick Wasserbauer, war nach 16 Jahren in Köln im November nach München gewechselt, um dort Geschäftsführer der Bayerischen Staatsoper zu werden.

Patrick Wasserbauer.
Copyright: Grönert
Wasserbauer war durchaus umstritten, unter anderem, weil er die Jahresabschlüsse verspätet vorlegte und seine Anlagestrategie die Bühnen viel Geld kosten könnte (wir berichteten). Übergangsweise hat Bernd Fülle den Job in Köln ab 1. September für ein Jahr übernommen, er war schon einmal 16 Jahre bis 2002 Direktor der Kölner Bühnen.
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In der Ausschreibung heißt es: „Gesucht wird eine erfahrene, engagierte und kommunikationsstarke Führungspersönlichkeit, die unternehmerisches Denken mit Leidenschaft für die Kultur und einem profunden Verständnis für die Belange eines großen Theaterbetriebs vereint.“
Sanierung dauerte länger als geplant
Bei den Bühnen arbeiten rund 800 Beschäftigte, um Aufführungen von Oper, Schauspiel, Kinderoper und Tanz zu ermöglichen. Pro Spielzeit besuchen demnach mehr als 250.000 Gäste die mehr als 700 Veranstaltungen.
In den vergangenen Jahren fand der Spielbetrieb im Interim statt, weil die Stammhäuser am Offenbachplatz seit 2012 saniert werden. Die Rückkehr in die fertigen neuen Häuser soll im Herbst 2026 nach 14 Jahren Sanierung erfolgen. Geplant waren drei Jahre Sanierung. Die Kosten für Planung, Bau, Interim und Finanzierung belaufen sich auf rund 1,5 Milliarden Euro.
In der Ausschreibung ist wegen der Rückkehr an den Offenbachplatz von einem „Momentum“ die Rede, es heißt: „Der bevorstehende Wiedereinzug hat bereits jetzt zu einer spürbaren Aufbruchstimmung geführt. Auch auf Basis des entstandenen Momentums bieten sich Ihnen nicht alltägliche Gestaltungsspielräume für die strategische Neuausrichtung, die Optimierung von Strukturen und die Nutzung von Synergien.“

