Jürgen Domian, die Grünflächenamts-Leiterin Melanie Ihlenfeld und Stadtförster Michael Hundt sind zu Gast auf dem Podium.
Live-Talk „100 Ideen für Köln“Wie viele Bäume braucht die Stadt der Zukunft?

Blick vom Dach des Rhein-Energie-Stadions über den Stadtwald hinweg in Richtung Kölner Dom.
Copyright: Michael Bause
Der Kölner Moderator und Buchautor Jürgen Domian hat im vergangenen Jahr in unserer Serie „100 Ideen für Köln“ vorgeschlagen, 50 Kirschbäume vor der Kölner Oper zu pflanzen. Damit landete er beim großen Finale kurz vor den Kommunalwahlen auf Platz zwei hinter der Schwammstadt-Idee von Eckart von Hirschhausen und dem Vorschlag von Stephan Brings, für mehr Fahrradtrassen in Köln zu sorgen.
Mit einer Kirschblütenpracht auf dem Offenbachplatz wird es wohl nichts werden, dem steht der Denkmalschutz im Weg. Trotzdem wollen wir über Köln und seine Bäume reden. Die Serie „100 Ideen für Köln“, für die der „Kölner Stadt-Anzeiger“ zuletzt mit dem Deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet worden ist, führen wir in Form einer Talk-Reihe weiter. Nach dem Thema Sauberkeit zum Auftakt sind nun die Bäume dran. Am 24. Juni sind Jürgen Domian, die Kölner Grünflächenamtsleiterin Melanie Ihlenfeld und Michael Hundt, der Leiter der städtischen Forstverwaltung, zu Gast auf dem Podium im Neven-Dumont-Haus. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Sparkasse Köln-Bonn Statt.
Er „verehre“ Bäume, schrieb Jürgen Domian bei der Vorstellung seiner Kirschbäume-Idee: „Mir blutet das Herz, wenn mal wieder sinnlos ein Baum in unserer Stadt abgesägt oder brutal beschnitten wird.“ Köln brauche viele Bäume. „Wir sollten Tausende neu anpflanzen, Zehntausende!“
In Köln sind in den vergangenen zehn Jahren 120 Hektar städtischer Wald dazugekommen
Kölns städtischer Wald sei in den vergangenen zehn Jahren um 120 Hektar gewachsen, sagt Hundt. Er ist für die 3770 Hektar verantwortlich, außerdem bewirtschaftet die Kölner Forstverwaltung 476 Hektar Wald der Rhein-Energie. Hinzu kommen auf Kölner Stadtgebiet rund 2000 Hektar Wald im Besitz von Bund, Land oder Privatleuten – dazu gehören Königsforst, Wahner Heide und Chorbusch. „Vielfalt ist jetzt das oberste Gebot“, sagte Hundt Ende des vergangenen Jahres. Warum? „Weil wir noch nicht wissen, wie der Klimawandel ablaufen wird.“
Ihlenfeld, als Leiterin des Grünflächenamtes verantwortlich für Kölns rund 81.000 Straßenbäume (Tendenz laut Stadt leicht steigend), bezeichnet Wälder als „Multitalente, die wir in jedem Fall fördern wollen“. Wälder seien eine natürliche Klimaanlage, Regenwasserspeicher und Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Doch der Platz in der Stadt ist knapp, immer wieder müssen Bäume weichen, wenn Gebäude oder Straßen gebaut werden. Das sorgt regelmäßig für Unmut in Teilen der Bevölkerung. Auch darüber werden wir beim Live-Talk „Köln und seine Bäume“ sprechen.
Wer dabei sein möchte, kann für eine Schutzgebühr von fünf Euro ein Ticket erwerben. Mit der Gebühr soll verhindert werden, dass sich Menschen anmelden, die am Ende nicht kommen und anderen Interessierten den Platz wegnehmen. Diesmal gehen diese Einnahmen direkt an das große Baumpflanz-Projekt „10.000 Bäume für Köln“. Es ist Teil der Aktionen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ im Jahr seines 150. Geburtstags am 14. November. In diesem Jahr sollen an dem Tag in Anlehnung an Domians Idee 10.000 Setzlinge (einer kostet fünf Euro) auf einem künftigen Waldgrundstück in Köln gepflanzt werden. Wer über sein Live-Talk-Ticket hinaus für Setzlinge spenden möchte, hat hier die Möglichkeit dazu: ksta.de/zehntausend.
Der Live-Talk „100 Ideen für Köln“ zum Thema „Köln und seine Bäume“ findet am 24. Juni um 18:30 Uhr in der Workstage des Kölner Stadt-Anzeiger, Amsterdamer Straße 192, statt. Der Einlass startet um 18 Uhr. Es moderieren Susanne Rohlfing und Julia Hahn-Klose aus dem Kommunalpolitik-Team der Kölner Lokalredaktion.
Zu den Tickets: rausgegangen.de.

