Köln – Die polnische Staatsanwaltschaft hat bekannt gegeben, dass gegen den Absender einer Morddrohung an den Kölner Bürgermeister Andreas Wolter Anklage erhoben wird. Das teilte Wolters Anwalt Michal Grabiec aus Kattowitz am Donnerstag mit.
Die polnische Staatsanwaltschaft in Kattowitz hat den Absender der E-Mail zu einem Verhör im Januar einbestellt. Die ermittelte Person lebt in Deutschland und hat polnische Wurzeln.
Morddrohung nach Gay-Pride-Parade in Polen
In Vertretung der Oberbürgermeisterin Henriette Reker nahm Bürgermeister Andreas Wolter (Grüne) am 7. September diesen Jahres in der Kölner Partnerstadt Kattowitz an der dritten Gay-Pride-Parade teil und erhielt am selben Tag eine E-Mail mit eindeutigen Morddrohung.
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Wolter lebt selber in einer eingetragenen Partnerschaft und engagiert sich unter anderen im Kölner Lesben- und Schwulentag e.V. Zu den Vorgängen teil er dem „Express“ mit: „Ich bin über den Fortgang der Ermittlungen und der Zusammenarbeit der polnischen und deutschen Staatsanwaltschaft sehr erfreut. Sehr dankbar bin ich auch Bürgermeister Marcin Krupa für seine ungeteilte Unterstützung und seine klare Aussage gegen Gewalt und Bedrohung.“
Der Kölner Bürgermeister ist davon überzeugt: „Schnelle und gründliche Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft sind der beste Schutz vor zunehmenden Anfeindungen und Hetze gegenüber Mandatsträgern.“ (red)


