Bei Durchsuchungen in Mülheim stellten Ermittler unter anderem drei Macheten und ein Messer sicher.
Durchsuchungen mit SEKZehn Tatverdächtige nach Schüssen in Köln-Mülheim ermittelt

Bei dem Streit zwischen den beiden Familien waren vier Menschen verletzt worden.
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Mehr als zwei Wochen nach dem gewaltsamen Familienstreit mit Schüssen und Messereinsatz in Mülheim hat die Polizei mittlerweile zehn Verdächtige ermittelt. Am Donnerstagmorgen durchsuchten Spezialeinheiten außerdem vier Wohnungen von Tatverdächtigen in Mülheim. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.
Durchsucht wurden Wohnungen an der Odenthaler Straße, der Schützenhofstraße und der Berliner Straße. Die Ermittler stellten nach Angaben der Ermittlungsbehörden unter anderem Mobiltelefone und Datenträger sicher. Außerdem fanden sie drei Macheten und ein Messer. Einen Mercedes ließen die Beamten zur weiteren Durchsuchung nach möglichen Beweismitteln abschleppen.
Beteiligte Familie auf Liste Coesfeld
Welche Rolle die einzelnen Beschuldigten bei der Auseinandersetzung am 3. August spielten, ist aber noch unklar. Noch immer kennen die Ermittler die Hintergründe des Streits nicht. Durch die sichergestellten Handys erhoffen sich die Ermittler nun aber weitere Erkenntnisse.
Bei dem Streit zwischen den beiden Familien waren vier Menschen verletzt worden. Zwei Männer im Alter von 24 und 48 Jahren erlitten Stichverletzungen. Eine 39-jährige Frau und ein 42-jähriger Mann wurden durch Schüsse verletzt. Alle vier waren noch am Tatabend in Krankenhäuser gebracht worden. Inzwischen haben bis auf einen Verletzten alle die Kliniken wieder verlassen. Die Polizei hatte noch in der Nacht eine Mordkommission eingerichtet.
Weitere Brisanz erhielt der Fall, weil Angehörige einer der beteiligten Familien auf der Liste Coesfeld standen. Auf der im Jahr 2024 erstellten Liste waren rund 500 ausreisepflichtige Menschen aus den Westbalkanstaaten verzeichnet. Der Kreis Coesfeld hatte der Stadt Köln angeboten, bei der Beschaffung von Ausreisedokumenten zu helfen – die Stadt lehnte dieses Angebot ab. Die Stadt erklärte, die Ablehnung des Angebots sei auf eine missverständliche und unglückliche Kommunikation innerhalb der Ausländerbehörde zurückzuführen.
