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Unter PolizeipräsenzAsta der Uni Köln verlegt Pro-Palästina-Lesung auf den Bürgersteig

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Die von Asta und Camp for Palestine organisierte Lesung mit Fabian Goldmann fand am Mittwoch statt im Unigebäude auf dem Bürgersteig als angemeldete Kundgebung statt.

Die von Asta und Camp for Palestine organisierte Lesung mit Fabian Goldmann fand am Mittwoch statt im Unigebäude auf dem Bürgersteig als angemeldete Kundgebung statt.

Der Asta hat zusammen mit der Gruppe Camp for Palestine eine Lesung mit Autor Fabian Goldmann organisiert. Die Uni Köln hatte wegen Sicherheitsbedenken einen Raum verweigert.

Die Uni Köln hat dem Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) und der studentischen Gruppe Camp for Palestine einen Raum in der Humanwissenschaftlichen Fakultät in Lindenthal für eine Lesung entzogen. Die Lesung mit dem Journalisten Fabian Goldmann am Mittwochabend fand stattdessen auf dem Bürgersteig vor dem Gebäude an der Herbert-Lewin-Straße statt, weil dieser nicht mehr zum Universitätsgelände gehört. Die Studierenden meldeten bei der Polizei spontan eine Kundgebung an, um die Veranstaltung mit nach eigenen Angaben 250 Personen dennoch durchzuführen.

Der Asta hatte sich mit Pavillons und Decken auf das Szenario, die Lesung draußen abzuhalten, vorbereitet. Bereits vor einigen Tagen erhielten die Studierenden eine Absage der Hochschulverwaltung für den gewünschten Raum. Als Begründung nannte die Uni Sicherheitsbedenken bezüglich des Mitveranstalters Camp for Palestine, der im Sommer 2024 ein Pro-Palästina-Protestcamp im Grüngürtel organisiert hatte.

Uni Köln: Absage wegen Studentengruppe Camp for Palestine

„Es ist Aufgabe der Hochschulleitung, den ungestörten und sicheren Ablauf von Forschung und Lehre zu gewährleisten. Bei Veranstaltungen im Kontext der Gruppe Camp for Palestine hat es in der Vergangenheit erhebliche, sicherheitsrelevante Störungen im Umfeld des Universitätshauptgebäudes gegeben, so auch mit Blick auf die Blockade des Haupteingangs zum Hauptgebäude im Juli 2024.“

Die Sprecherin teilte zudem mit, dass die Uni den Raum vor Start der Lesung abgeschlossen habe. Die Studierenden seien am Mittwochabend dreimal aufgefordert worden, das Hochschulgelände zu verlassen. Danach habe die Uni die Polizei zur Sicherung hinzugerufen.

Die Kölner Polizei bestätigt den Einsatz und die Präsenz aufgrund der von den Studierenden angemeldeten Spontan-Kundgebung. Asta-Vorsitzender Frederick Heinz sagte am Donnerstag: „Es ist alles friedlich gelaufen. Es war eine tolle Veranstaltung von vorne bis hinten. Wie das abgelaufen ist, hat sehr gut zum Inhalt der Lesung gepasst“, so der Student.

In seinem neuen Buch „Staats(räson)funk. Deutsche Medien und der Genozid in Gaza“ kritisiert der Autor Fabian Goldmann die deutsche Berichterstattung in Bezug auf den Nahostkonflikt und den Gaza-Krieg. Die Absage der Uni sei laut Sprecherin unabhängig vom Thema und Referenten ausgesprochen worden. 

Blockade-Aktion vor dem Hauptgebäude der Uni Köln im Sommer 2024 von pro-palästinensischen Aktivisten löste einen Großeinsatz der Polizei aus. (Archivbild)

Blockade-Aktion vor dem Hauptgebäude der Uni Köln im Sommer 2024 von pro-palästinensischen Aktivisten löste einen Großeinsatz der Polizei aus. (Archivbild)