Auch die Sanierungsprogramme für Köln-Aachen und Hagen-Unna-Hamm bleiben im Fahrplan.
Köln-Koblenz bleibt im ProgrammBahn saniert bis 2031 deutlich weniger Strecken als geplant

Es geht weiter mit den Bauarbeiten: Die Bahnstrecke Köln-Bonn wird wie geplant im ersten Halbjahr 2028 grundsaniert. (Archivbild)
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Der Brandbrief der Verkehrsminister von NRW und Rheinland-Pfalz an Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) und Bahnchefin Eveyln Palla hat offenbar Wirkung gezeigt. Die Generalsanierung der Bahnstrecke Köln-Bonn-Koblenz wird wie geplant vom Februar bis Juli 2028 über die Bühne gehen. Das Projekt stand zuletzt auf der Kippe, war im neuen Infraplan der Bahn nicht mehr aufgeführt.
Für das Rheinland ist das eine gute Nachricht, weil in der Sperrpause jetzt auch die marode Autobahnbrücke Köln-Eifeltor auf der A4 erneuert werden könnte.
Am Freitag haben die DB InfraGo und das Bundesverkehrsministerium einen neuen Fünf-Punkte-Plan für das Sanierungsprogramm vorgelegt. Danach werden zwischen 2027 und 2031 nur 13 statt der bisher 21 Projekte umgesetzt, darunter sind neben Köln-Bonn-Koblenz auch die Strecken Hagen-Unna-Hamm (Januar bis Juni 2028) und Köln-Aachen ein Jahr später.
Umleiterstrecken besser vorbereiten
Keines der 42 Projekte wird gestrichen, einige lediglich verschoben. Der Zeitplan für die Sanierungen ab 2032 soll im kommenden Jahr veröffentlicht werden.
Von der zeitlichen Streckung verspricht sich die Bahn weniger Störungen. So sollen die Umleiterstrecken besser auf den zusätzlichen Verkehr vorbereitet und die Grundsanierung umfassend mit dem übrigen Baugeschehen im Netz abgestimmt werden.
Ab 2030 sollen bei jeder Sanierung gleichzeitig alle technischen Voraussetzungen für eine moderne digitale Zugsteuerung ohne Signale geschaffen werden. Bevor eine Generalsanierung beginnt, müssen daher alle Stellwerke wie an der Trasse Berlin-Hamburg so aufgerüstet werden, dass die an das ETCS-System (European Train Control System) angeschlossen werden können, damit später ohne Signale gefahren werden kann.
Auf der Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim wird schon mit digitaler Technik gefahren – allerdings noch mit Signalsteuerung. Eingebaut wird sie derzeit auf einigen Abschnitten zwischen Troisdorf und Wiesbaden sowie München und Rosenheim.
Um Pannen nach Abschluss einer Generalsanierung künftig zu vermeiden, wird der Zugverkehr künftig schrittweise hochgefahren, zunächst mit Güterzügen für Belastungsfahrten, erst später mit Personenzügen.
Wir haben aus den ersten Korridorsanierungen gelernt
„Das Prinzip der Korridorsanierungen bleibt der richtige Weg. Ohne die konsequente Bündelung von Baumaßnahmen würde die Sanierung unserer maroden Infrastruktur noch länger dauern. Gleichzeitig haben wir aus den ersten Korridorsanierungen gelernt“, sagte Bahnchefin Evelyn Palla. „Mit dem 5-Punkte-Plan ziehen wir jetzt die notwendigen Konsequenzen: Wir wollen die Sanierungen effizienter umsetzen und vor allem die Belastungen für unsere Kundinnen und Kunden während der Bauarbeiten so gering wie möglich halten.“
Bundesverkehrsminister Bilger erwartet, dass „Korridorsanierungen spürbar zu mehr Verlässlichkeit und Pünktlichkeit auf der Schiene führen. Dafür konzentrieren wir uns auf weniger Korridore, setzen klarere Vorgaben für die Digitalisierung und verlangen eine bessere Planung der Bauvorhaben sowie der Umleitungsverkehre für den Personen- und Güterverkehr.“
