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LKA-ErhebungFurcht vor Online-Betrug in NRW nimmt signifikant zu

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Cyberkriminalität

Viele Menschen in NRW haben Angst vor Internetbetrug. (Symbolfoto)

Die Besorgnis über Online-Betrug hat in NRW erheblich zugenommen. Eine aktuelle LKA-Untersuchung belegt, dass über die Hälfte der Bürger verunsichert ist.

In Nordrhein-Westfalen hat die Besorgnis der Bevölkerung bezüglich Online-Betrugs laut einer Erhebung in den zurückliegenden Jahren zugenommen. Diese Erkenntnis stammt aus einer publizierten Untersuchung des Landeskriminalamtes, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet. Demnach äußerte 2024 mehr als die Hälfte der Befragten, die Möglichkeit, einem Betrug im Netz zum Opfer zu fallen, als stark oder ziemlich beunruhigend zu empfinden. Bei der vorherigen Erhebung im Jahr 2020 lag der Wert hierfür bei 42 Prozent.

Die Untersuchung, die laut den Urhebern repräsentativ ist, zielt darauf ab, die Kriminalitätserfahrungen der Bürger, deren Sicherheitswahrnehmung und das Zutrauen in die polizeiliche Tätigkeit zu ermitteln. An der Befragung in Nordrhein-Westfalen nahmen etwa 14.000 Personen teil.

Wachsende Kriminalitätsangst bei generell hoher Sicherheit

Die Studie stellt fest, dass die Sicherheitswahrnehmung der Bevölkerung in NRW generell hoch ist. Auf die Frage nach der Besorgnis über spezifische Straftaten antworteten je nach Delikt zwischen 48 und 81 Prozent, dass sie sich überhaupt nicht oder lediglich ein wenig beunruhigt fühlen.

Gleichwohl hat die Verunsicherung gegenüber 2020 bei sämtlichen erfragten Straftaten zugenommen. Der Prozentsatz derjenigen, die eine Sachbeschädigung an ihrem Besitz befürchten, erhöhte sich auf 34 Prozent (2020: 27 Prozent). Eine gleiche Anzahl von Personen ist besorgt über mögliche Wohnungseinbrüche (2020: 32 Prozent). Die Befürchtung eines Diebstahls bewegt 31 Prozent (2020: 25 Prozent). Angesichts von Delikten mit Körperverletzung äußern 29 Prozent Unruhe (2020: 22 Prozent), während etwa jeder vierte Befragte dies aufgrund von Terroranschlägen oder sexuellen Übergriffen tut.

Erhöhte Verunsicherung nachts an Bahnhöfen und in Grünanlagen

Obwohl sich die meisten Bürger im eigenen Wohnumfeld tendenziell oder ausgesprochen sicher fühlen, steigt die Verunsicherung laut den Erhebungsdaten insbesondere bei Dunkelheit an Bahnhöfen sowie in Parkanlagen an.

Ermittelt wurden zudem die realen Kriminalitätserfahrungen. Über ein Drittel der Befragten berichtete von Erlebnissen mit nicht gewaltsamer Kriminalität innerhalb der letzten zwölf Monate. Als besonders häufige Vorfälle galten hierbei Vandalismus an Fahrzeugen, Online-Betrug sowie der Diebstahl von Fahrrädern. Etwa 22 Prozent gaben an, mit Gewaltkriminalität konfrontiert worden zu sein, wobei psychische Gewaltformen, beispielsweise verbale Angriffe im Netz, am öftesten zur Sprache kamen.

Minister Reul erkennt Übereinstimmungen mit Polizeistatistik

Nach Aussage von Innenminister Herbert Reul decken sich die Resultate zum hohen Sicherheitsgefühl vieler Bürger mit den Zahlen der gegenwärtigen polizeilichen Kriminalstatistik. Laut dieser seien Gewalttaten und Delikte im öffentlichen Raum rückläufig. „Gleichzeitig ist klar: Nicht überall ist alles top“, äußerte Reul. Aus diesem Grund sei die Polizei permanent im Dienst, um für Sicherheit zu sorgen und die Sicherheitswahrnehmung zu verbessern. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.