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Fünf Jahre nach der FlutBad Münstereifeler Apothekenmuseum ist wieder bereit für Gäste

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Die genannten Personen stehen im historischen Apothekengebäude vor Regalen mit zahlreichen Flaschen und anderen Behältnissen.

Gäste, Förderer, Museumsbetreiber und Vertreter der Politik feierten die Wiedereröffnung ihres Schwanen-Apothekenmuseums: der stellvertretende Landrat Ralf Claßen (v.l.), Bürgermeister Sebastian Glatzel, die Museumsbetreiber Theodor und Gertrudis Symann, Fördervereinsvorsitzender GünterKirchner, Roswita Steinbrink von der deutschen Stiftung für Denkmalschutz und Marianne Thomann-Stahl von der NRW-Stiftung.

Das von der Flut 2021 hart getroffene Apothekenmuseum in Bad Münstereifel ist nach der Sanierung nun wieder für Besucher geöffnet.

Nach ihrer ereignisreichen Historie hatte die Schwanen-Apotheke in Bad Münstereifel einen beschaulichen Ruhestand haben sollen. Wie Sebastian Glatzel, Bürgermeister der Kurstadt, während der feierlichen Wiedereröffnung erklärte, war das Bauwerk nach der Schließung und der darauffolgenden Umgestaltung zum Museum in eine zweite Lebensphase eingetreten, die laut Plan der Verantwortlichen deutlich ruhiger hätte verlaufen sollen.

„Eigentlich sollten wir hier und heute sein Bestehen feiern, doch stattdessen kam es anders“, so Glatzel. Auch das Apotheken-Museum war nicht von den zerstörerischen Gewalten der mittlerweile fast fünf Jahre zurückliegende Flutkatastrophe verschont geblieben. Danach sollte es Jahre dauern, bis die Räumlichkeiten nun wieder für Besucher geöffnet werden konnten.

„Die heutige Wiedereröffnung zeugt nicht nur von dem großen Willen der am Aufbau beteiligten Personen, sondern auch von der Bedeutung, die das Apotheken-Museum für Bad Münstereifel hat“, sagte Glatzel.

Vor mehr als 200 Jahren wurde die Schwanen-Apotheke gegründet

Bis in die Zeit der Gründung der Schwanen-Apotheke vor mehr als 200 Jahren, als die angrenzende Straße noch Hauptverkehrsweg zu den nächstgelegenen Großstädten war, reichten die Rückblicke der Festredner. Dennoch lag das Hauptaugenmerk stets auf den vergangenen fünf Jahren zwischen Verzweiflung und neuer Hoffnung.

Das Gebäude des Schwanen-Apothekenmuseum in Bad Münstereifel.

Nach fast fünf Jahren ist das Schwanen-Apothekenmuseum in Bad Münstereifel nun wieder für Besucher geöffnet.

Diakon Ulrich Günzel bei der Einsegnung mit Weihwasserbehälter und Aspergill. Neben ihm steht eine Frau mit einer weißen Jacke.

Diakon Ulrich Günzel und Lissi Roth von der evangelischen Kirche weihten das Apothekenmuseum während der Wiedereröffnung ein.

„Ich habe das Trümmerfeld nach der Flut noch immer sehr gut vor Augen“, berichtete Marianne Thormann-Stahl, stellvertretende Vorsitzende der NRW-Stiftung für Natur, Heimat und Kultur. „Gestern habe ich wieder einen kleinen Rundgang durch die Stadt unternommen. Es ist wirklich beeindruckend, was ihr daraus gemacht habt.“ Bad Münstereifel sei wieder zu einer Perle der Eifel geworden. Und so verhalte es sich auch mit dem Apotheken-Museum.

Nicht zuletzt durch Spenden und die unmittelbar nach der Flut geleistete Soforthilfe habe der Wiederaufbau überhaupt erst beginnen können, stimmte Günter Kirchner vom Förderkreis für Denkmalpflege Bad Münstereifel zu. „Nach der Katastrophe erreichte uns schon bald eine zweite Welle. Eine Welle der Unterstützung.“ Getragen von dieser neuaufkeimenden Hoffnung, sei es gelungen, den Wiederaufbau zu größten Teilen in Eigenregie zu übernehmen. „Das war vorsichtig formuliert eine enorme Herausforderung.“

Die meisten Exponate des Museums konnten gerettet werden

Eine Herausforderung, deren Ergebnis nun wieder Besucher in den Bann des geschichtsträchtigen Bauwerkes ziehen kann. Denn trotz all der Zerstörung habe ein überwiegend großer Teil der im Museum ausgestellten Exponate gerettet werden können. Kirchner: „Das Inventar war gegen Diebstahl in den Schränken befestigt worden und blieb uns glücklicherweise erhalten.“

Durch die Schlammablagerungen, die schon kurz nach dem Weichen des Wassers eine nahezu betonharte Struktur angenommen hatten, seien den beteiligten Helferinnen und Helfern dennoch zahlreiche Stunden kleinteiliger Reinigungsarbeit nicht erspart geblieben, fügte Kirchner schmunzelnd hinzu.

Dass sich dieser Aufwand gelohnt hatte, davon konnten sich die Besucher bei der Wiedereröffnungsfeier selbst überzeugen. Neugierig schlenderten sie durch die Räume der einstigen Apotheke, die nun wieder ihre Historie mit den Gästen teilen kann. Und dies soll sie laut Günter Kirchner noch viele Jahre können. „Eine erste Audioführung mit der früheren Eigentümerin und auch einem professionellen Sprecher vom WDR haben wir schon eingespielt.“ Mit Hilfe des Smartphones können die eingesprochenen Texte in den jeweiligen Räumen per QR-Code abgerufen werden