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Bahnhofsquartier OpladenInsolventer Investor nimmt wichtige Hürde im Amtsgericht Köln

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Cube: Das Bahnhofsquartier Opladen, Bahnstadt-West

Das Gelände für das Bahnhofsquartier Opladen in der Bahnstadt-West, links der Busbahnhof

Das Amtsgericht Köln hat dem Antrag der Cube Real Estate AG zugestimmt.

Das Amtsgericht Köln hat dem Antrag der Cube Real Estate AG auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung am 1. Juli zugestimmt. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Man habe damit „eine wichtige Hürde im Sanierungsprozess genommen“, so das Unternehmen, un weiter: „Der eingeschlagene Sanierungskurs ist damit bestätigt und gibt dem Verfahren eine gefestigte rechtliche Grundlage. Die Geschäftsführung der Cube Real Estate AG sieht im Beschluss ein starkes Signal und die Verpflichtung, weiterhin mit Sorgfalt an konstruktiven Lösungen zu arbeiten.“

Das Insolvenzverfahren insgesamt wird sich allerdings noch über Monate hinziehen. „Der Abschluss wird weiterhin für das vierte Quartal angestrebt“, teilt Cube Real Estate mit. Das bedeutet auch, dass die Stadt und insbesondere die Opladener erst gegen Ende des Jahres mit Sicherheit wissen, ob das Unternehmen weiterhin ihr Partner bei der Bebauung des Bahnhofsquartiers bleibt.

Unternehmensführung bleibt handlungsfähig

Die Cube Real Estate AG hatte Ende Mai einen Insolvenzantrag gestellt. Sie ist die Muttergesellschaft der Cube Asset 25. Diese wurde als Projektgesellschaft für die Entwicklung des Bahnhofsquartiers in Opladen gegründet, dem städtebaulich wohl wichtigsten Areal in der gesamten Neuen Bahnstadt Opladen, denn es soll als Bindeglied zwischen dem Opladener Zentrum, dem Bahnhof und der Bahnstadt insgesamt fungieren. Auch die Cube Asset 25 ist insolvent und hat einen Antrag auf Regelinsolvenz gestellt.

Aus Sicht des Kölner Gerichts sind die Voraussetzungen für ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bei der Cube Real Estate AG weiterhin gegeben. Damit bleibt die Unternehmensführung um Johannes Dähnert und Bernd Hütter handlungsfähig. Der vom Gericht bestellte Sachwalter, Rechtsanwalt Jens Schmidt von der Kanzlei Runkel Rechtsanwälte PartG mbH, kontrolliert das Sanierungsverfahren. „Die Entscheidung des Amtsgerichts Köln bestätigt unseren eingeschlagenen Weg“, sagte Bernd Hütter, Finanzvorstand der Cube Real Estate AG. „Wir kommen unserem Ziel, die Cube Real Estate AG nachhaltig zu sanieren, damit ein wichtiges Stück näher.“

Ob die Sanierung letztlich gelingt, hänge aber „von zahlreichen Faktoren ab, die sich im weiteren Prozess klären werden“, heißt es etwas unbestimmt zum Ende der Mitteilung weiter. Die Cube Real Estate AG sucht für eine Reihe ihrer Immobilienprojekte, die jeweils von einer gesonderten Projektgesellschaft betreut werden, Käufer, um wieder Liquidität ins Unternehmen zu bekommen. Sollte es nicht gelingen, auf diesem Weg neues Geld für die verbleibenden Projekte aufzutreiben, stellt sich auch für das Bahnhofsquartier erneut die Frage, wie und mit wem es weitergeht.