Seit vier Monaten werden große Teile Leverkusens bereits aus der Fixheide mit Briefen und Paketen beliefert. Jetzt war die offizielle Einweihung.
Deutsche PostNeuer Standort in Leverkusen-Fixheide ist viermal so groß

Niederlassungsleiterin Juliane Tiemann übergibt symbolisch den Schlüssel an Standortleiter Nedzat Sinani.
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Der neue Zustellstützpunkt der Deutschen Post an der Maybachstraße in der Fixheide ist gleich viermal so groß wie der alte an der Bahnhofstraße im Opladener Zentrum. Und das ist nur einer der Vorteile des großen Standortgeländes. Am alten Standort wurden die Fahrzeuge über eine Rampe beladen, es war eng, es gab keinerlei Möglichkeiten, Elektrofahrzeuge aufzuladen, und die Räume in Opladen verteilten sich über mehrere Stockwerke. „Da heißt es dann immer: Warten vor dem Aufzug. Und wenn der ausfällt, habt ihr die Pakete über die Treppe getragen“, richtete sich Juliane Tiemann, Leiterin der Bonner Niederlassung, am Mittwoch an Dutzende von Zustellern, die ihr, an Bierbänken sitzend, zuhörten.
Tiemann, die als Niederlassungsleiterin zuständig ist für 70 Standorte mit 4600 Beschäftigten zwischen der belgischen Grenze und dem Oberbergischen Kreis und zwischen Leverkusen und Adenau in der Eifel, war in die Fixheide gekommen, um mit den insgesamt etwa 65 Zustellern die Einweihung der großen Betriebshalle zu feiern. Die ist von zuvor 1200 auf 2170 Quadratmeter erweitert, alles findet auf einer Ebene statt. Bürgermeisterin Annette Bruchhausen-Scholich, die ebenfalls zur Einweihung gekommen war, freute sich über das Bekenntnis der Post zum Standort Leverkusen.
Mit dem Umzug an die Maybachstraße erneuerte die Post auch den Fuhrpark und schaffte 42 neue Elektrofahrzeuge für die Auslieferung an. Eine Fotovoltaikanlage mit 58 Kilowatt-Peak Leistung auf dem Dach der Halle versorgt die Fahrzeuge mit Strom. „Mit der Elektrifizierung der Zustellflotte schaffen wir die Grundlage für unseren Weg zur CO2-reduzierten Post- und Paketauslieferung“, so Tiemann.

Das Team des Zustellstützpunkts
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Auch dies geschieht anders als bisher von der Bahnhofstraße aus, wo die Post seit 1987 beheimatet war. Postboten mit Rädern für die Briefe und Paketzusteller mit Autos fahren nicht mehr getrennt los. Von der Maybachstraße aus starten die Elektroautos mit Briefen und Paketen. Die Post trägt damit auch dem Umstand Rechnung, dass die Zahl der Briefe weiterhin abnimmt, während die Zahl der Pakete stetig steigt.
Von der Maybachstraße aus versorgen die Zusteller die Stadtteile Opladen, Quettingen, Manfort, Alkenrath, Steinbüchel, Lützenkirchen und Bergisch Neukirchen – insgesamt etwa 44.800 Haushalte mit den Postleitzahlen 51377, 51379 und 51381. Die Postleitzahlen 51371, 51373 und 51375, also die Stadtteile Wiesdorf, Küppersteg, Bürrig, Rheindorf, Hitdorf und Schlebusch, werden weiterhin vom Zustellstützpunkt in Wiesdorf an der Heinrich-von-Stephan-Straße versorgt.
Das Gelände dort hat allerdings bereits vor Jahren ein Düsseldorfer Immobilieninvestor erworben, der dort ein Hotel, Gebäude mit 150 möblierten Apartments, Bürogebäude und Flächen für Gastronomie errichten will. Die Post muss also irgendwann auch ihren seit Jahrzehnten gewohnten Standort in Wiesdorf verlassen. „Wir suchen für einen Teil von Leverkusen 1 (der Wiesdorfer Zustellstützpunkt im Postjargon, Red.) nach einer Immobilie“, so Tiemann. Einen Teil, denn ein anderer Teil ist wie die Beschäftigten aus der Opladener Bahnhofstraße in die Fixheide umgezogen.
