Der Kiwanis-Club hat auf der Abschlussfeier der Katholischen Hauptschule Im Hederichsfeld zwei außergewöhnliche Schülerinnen ausgezeichnet.
EhrungKiwanis-Club Leverkusen zeichnet herausragende Hauptschülerinnen aus

Bezirksbürgermeister Martin Krampf, Schulleiterin Natali Schoroth-Prang und Kiwanis-Präsident Klaus Grefges mit den beiden Preisträgerinnen Maya Rodrigues (2.v.l.) und Viktoria Studnitzka (2.v.r.)
Copyright: Peter Seidel
Maya Rodrigues und Viktoria Studnitzka sitzen am Mittwochnachmittag in der vollbesetzten Aula der Hauptschule Im Hederichsfeld in der ersten Reihe und wissen vor Freude gar nicht, wo sie sich lassen sollen. Die beiden 17-Jährigen strahlen glücklich, juchzen, umarmen sich und raunen sich zu: „Wir haben's geschafft!“ Gerade hat Klaus Grefges, Präsident des Kiwanis-Clubs Leverkusen, der Schulgemeinde auf der Bühne verkündet, dass die beiden Absolventinnen der Schule in diesem Jahr den Kiwanis-Preis für herausragende Schüler an Haupt-, Real- und Sekundarschulen der Stadt erhalten. In diesem Jahr, so Grefges im Gespräch vor der offiziellen Feierstunde, sei die Auszeichnung von gleich zwei Schülerinnen eine Besonderheit, denn üblicherweise erhält eine Schülerin oder ein Schüler den Preis.
Und der mit 500 Euro dotierte Preis trifft zwei Ausnahmeschülerinnen: Das wird deutlich, als der Opladener Bezirksbürgermeister Martin Krampf in Vertretung von Oberbürgermeister Stefan Hebbel Viktoria und Maya als Laudator vorstellte und ihre Leistungen würdigte. „Beide sind Kämpferinnen“, so Krampf. Viktoria habe erst in der fünften Klasse Lesen und Schreiben gelernt: „Und obwohl das allein schon eine Mammutaufgabe war, findet und fand sie Zeit, sich zu engagieren: Im Rahmen des Wahlpflichtfachs engagierte sich Viktoria im „Multikulturellen Verein für Kommunikation und Integration“ und unterstützte damit das Zusammentreffen verschiedener Kulturen.“

Maya Rodrigues und Viktoria Studnitzka (v.l.) haben den Kiwanis-Preis erhalten.
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Zudem arbeitete Viktoria 2025 im Jugendstadtrat mit und brachte dort ihre Erfahrungen aus der interkulturellen Arbeit. Die Arbeit im Jugendstadtrat verbindet sie mit Maya. Bevor Maya dort allerdings ankam, hatte auch sie schon einen weiten Weg mit etlichen Hindernissen zurückgelegt. Krampf sprach von „großen gesundheitlichen, sozialen und finanziellen Herausforderungen“ in der Familie. Maya kam von der Förderschule auf die Hauptschule. Mit herausragenden schulischen Leistungen schaffte sie dennoch die Fachoberschulreife mit Qualifikation. Zudem engagierte sich Maya in der Übermittagsbetreuung der Schule.
Krampf lobte aber auch das Kollegium der Hauptschule, das gesehen habe, „wie besonders diese beiden jungen Frauen sind und wie groß die Kraft ist, die in ihnen steckt“. Grefges verlieh denn auch über die Urkunden für die beiden Schülerinnen hinaus noch eine weitere an die Schule als Ganze – „nicht zum ersten Mal“, wie er betonte. Er gratulierte Schulleiterin Natali Schoroth-Prang und rief den Schülern und Lehrern in der Aula zu: „Machen Sie weiter so!“
Würdigung des mittleren Bildungsabschlusses
Der Kiwanis-Club in Leverkusen besteht besteht seit 1995. Er zeichnet in jedem Jahr Schüler oder Schülerinnen aus, die sich durch herausragende Leistungen und ehrenamtliches Engagement auszeichnen. „Uns liegt daran, Haupt-, Real- und Sekundarschulen in den Fokus zu rücken“, so Kiwanis-Präsident Klaus Grefges. „Wir wollen den Wert dieses Schulabschlusses betonen und die herausragende Arbeit, die an den Schulen für den mittleren Bildungsabschluss geleistet wird, würdigen.“ (ps)
