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Gegen die KlimakriseLeverkusener Naturgut Ophoven erhält Auszeichnung

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NaturGut Ophoven erhält den Blauen Kompass von OB Stefan Hebbel (links), Andrea Spies vom Förderverein (links), Marianne Ackermann Vorsitzende vom Förderverein (rechts) und Daniel Haase, Leiter des Naturgut Ophoven (rechts)

Oberbürgermeister Stefan Hebbel brachte die Gewinnerplakette an der MutReiferei an. Das Projekt zeigt Kindern und Jugendlichen, wie sie trotz Klimakrise Zuversicht entwickeln und selbst aktiv werden können.

Es ist eine große Anerkennung für das Naturgut Ophoven: Mit seiner Ausstellung „Mutreiferei“ wurde das Umweltbildungszentrum mit dem „Blauen Kompass 2026“ ausgezeichnet. Oberbürgermeister Stefan Hebbel übergab die Gewinnerplakette am neuen Standort des Umweltzentrums in der Stauffenbergstraße in Opladen. Die Auszeichnung des Bundesumweltministeriums würdigte ein Projekt, das Kindern und Jugendlichen helfen sollte, mit ihren Sorgen wegen der Klimakrise besser umzugehen und eigene Handlungsmöglichkeiten zu entdecken.

Unter insgesamt 488 Bewerbungen gehörte die Mut-Reiferei zu den sechs bundesweiten Siegerprojekten. Der Blaue Kompass gilt als höchste staatliche Auszeichnung für Projekte zur Klimaanpassung in Deutschland. er ist mit 25.000 Euro dotiert.

Von der Sorge ins Handeln

Auf rund 120 Quadratmetern setzt sich die Mut-Reiferei mit den Gefühlen junger Menschen angesichts der Klimakrise auseinander. An interaktiven Stationen können die Besucherinnen und Besucher erfahren, wie aus Ängsten und Sorgen Zuversicht entstehen kann. Dabei geht es nicht allein um die Vermittlung von Wissen, sondern auch um Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, selbst etwas zu bewirken.

Entstanden war das Projekt nach dem Hochwasser von 2021. Aus den Erfahrungen mit den Folgen der Flut entwickelte das Naturgut Ophoven ein Angebot, das jungen Menschen vermitteln sollte, dass sie der Klimakrise nicht hilflos gegenüberstehen.

„Die Mutreiferei macht Kinder und Jugendliche fit für die Zukunft“, sagte Oberbürgermeister Stefan Hebbel. Er sagte: Sie stärke Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und Teamgeist und ermutige dazu, gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Wer jungen Menschen Mut mache, gebe ihnen nicht nur Hoffnung, sondern auch die Kompetenz, ihre Zukunft selbst zu gestalten.

„Damit hatte keiner gerechnet“

Auch Daniel Haase, Leiter des Naturguts, zeigte sich beeindruckt von der Auszeichnung. „Es waren ja auch viele technische Projekte dabei. Wir haben mit unserem ein bisschen herausgeschaut“, sagte Haase rückblickend. Unter den ausgezeichneten Vorhaben seien auch Projekte aus dem medizinischen Bereich sowie von Universitäten und Kliniken gewesen. Die Vielfalt der Ansätze habe den Wettbewerb besonders gemacht.

Auch beim Publikumspreis erfolgreich

Dass die Mutreiferei am Ende zu den Siegern gehörte, sei nicht selbstverständlich gewesen. „Damit hatte keiner gerechnet“, erklärte Haase. Schon die Nominierung unter den 25 Besten sei ein Grund zur Freude gewesen. Das Naturgut Ophoven trat in der Kategorie „Vereine, Verbände und Stiftungen“ an.

Die Preisverleihung in Berlin sei ein besonderer Moment gewesen. Marianne Ackermann, Vorsitzende vom Förderverein des Naturgut Ophoven, erinnerte sich an die Bekanntgabe der Gewinner. Als schließlich Leverkusen auf der Deutschlandkarte erschien, sei das ein bewegender Augenblick gewesen. „Da kriegte man schon so ein  bisschen Gänsehaut“, sagte sie.

Preisgeld soll Angebot stärken

Neben der Auszeichnung durch die Fachjury hat die Mutreiferei beim Publikumspreis gut abgeschnitten. Mit Unterstützung aus Leverkusen warb das Naturgut Ophoven um Stimmen und erreichte den zweiten Platz unter den 25.

Die 25.000 Euro Preisgeld setzt das Naturgut ein, um mehr Kinder und Jugendliche zu erreichen.