Eine Schule voller Punkte19 Klassen feiern den Kulturtag in Leverkusen

2 min
„Es ist wichtig, dass wir bei solchen Aktionen als gesamte Schule zusammenkommen“, sagt Lehrerin Stefanie Richter.

„Es ist wichtig, dass wir bei solchen Aktionen als gesamte Schule zusammenkommen“, sagt Lehrerin Stefanie Richter.

Der Kulturtag der Hugo-Kükelhaus-Schule wurde von der Künstlerin Yayoi Kusama inspiriert.

Wer am Kulturtag die Flure der Hugo-Kükelhaus-Schule betritt, kommt an Punkten nicht vorbei. Sie ziehen sich über Blütenbilder, Selbstporträts und Objekte aller Art, finden sich auf Leinwänden und sogar auf den Gesichtern mancher Besucher wieder. Der Kulturtag steht ganz im Zeichen der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama und zeigt, was in den vergangenen Monaten in Unterricht und Arbeitsgemeinschaften entstanden ist.

Die Hugo-Kükelhaus-Schule, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung, wird derzeit von 215 Schülerinnen und Schülern in 19 Klassen besucht. Den Anstoß für viele Ideen gab eine Ausstellung im Museum Ludwig. Seit April beschäftigen sich die Klassen unter anderem mit den Motiven und der Bildsprache Kusamas. „Das Thema Polka Dots ist für die Schülerinnen und Schüler gut umsetzbar“, sagt Sabine Göke, die gemeinsam mit Stefanie Richter zum Vorbereitungsteam gehört. Und tatsächlich zeigt sich schnell: Ein gemeinsames Thema bedeutet nicht gleiche Ergebnisse. Mal werden Punkte dicht gesetzt, mal vereinzelt. Einige Arbeiten sind farbenfroh und großformatig, andere sehr detailreich.

Blüten, Farben und Polka Dots: Die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler spiegeln die Bildsprache der japanischen Künstlerin wider.

Blüten, Farben und Polka Dots: Die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler spiegeln die Bildsprache der japanischen Künstlerin wider.

Ein begehbares Gesamtkunstwerk

Auch die Gäste können mitmachen: Wer möchte, lässt sich Punkte aufmalen und wird für einen Moment selbst Teil der Installation. Unter dem Motto „Wir sind alle ein bisschen Kusama“ gestalteten die Kinder und Jugendlichen außerdem Fadenobjekte und Selbstporträts. Ein Highlight ist der „Infinity-Raum“, ein begehbares Zelt, an dem sich alle Klassen beteiligt haben. Jede Gruppe verzierte einen weißen Gegenstand mit bunten Punkten. So ist ein großes Gesamtkunstwerk entstanden. „Jeder konnte bei der Ausstellung mitmachen. Hier gibt es kein ‚Richtig‘ und kein ‚Falsch‘“, sagt Stefanie Richter.

Die „Hochzeitstorte“ ist ein absoluter Hingucker.

Die „Hochzeitstorte“ ist ein absoluter Hingucker.

Im Werkraum haben die Jugendlichen kleine Häuser aus Holz gebaut und dazu im Deutschunterricht Texte geschrieben. Die Kunst-AG zeigt Arbeiten zum Thema „Eat Art“. Dazu gehören aus Ton geformte Pizzen oder Bilder aus trockenen Lebensmitteln wie Nudeln, Nüssen und Kaffeebohnen. Besonders ins Auge fällt eine kunstvoll gestaltete Hochzeitstorte. Die Schülerinnen und Schüler sollen auf diese Weise einen einfachen Zugang zur Kunst finden.

Am Vormittag gab es außerdem einige Auftritte weiterer Arbeitsgemeinschaften wie der Schulband Badabum und den Cheerleadern. „Es ist wichtig, dass wir bei solchen Aktionen als gesamte Schule zusammenkommen“, betont Stefanie Richter.