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Roboter-Wettbewerb in OpladenLeverkusener Schüler lassen KI-Systeme gegeneinander antreten

3 min
Mädchen am Boden mit Roboter.

Die Schülerinnen und Schüler haben die kleinen Roboter, die unter anderem Linien folgen können, selbst entwickelt.

Linien folgen, Hindernisse erkennen, Aufgaben eigenständig lösen: Im Probierwerk Opladen zeigen Jugendliche ihre selbst entwickelten KI-Roboter.

Kleine Roboter surren über den Boden. Sie folgen weißen Linien, stoppen vor Hindernissen und setzen ihren Weg selbstständig fort. Entwickelt wurden sie von Schülerinnen und Schülern, die in den vergangenen Monaten programmiert, gebaut und getestet haben. Drei Teams traten am Mittwoch im Wettbewerb gegeneinander an und präsentierten ihre Projekte vor einer Jury. Jeder Roboter hatte acht Minuten Zeit, seinen Parcours zu bewältigen.

Der Roboter von Eymen, Lisa Marie und Vladislav soll einen Blindenhund simulieren.

Der Roboter von Eymen, Lisa Marie und Vladislav soll einen Blindenhund simulieren.

Für Harry Voges von der AGU Planungsgesellschaft und Sedna Automation ist Künstliche Intelligenz ein grundlegender Wandel. „Wir befinden uns in der fünften industriellen Revolution“, sagt er. KI verändere Lernen und Arbeiten tiefgreifend. Entscheidend sei die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen, um Wissen weiterzugeben.

Der Roboter soll eine Unterstützung für Menschen mit Sehbehinderung sein.

Der Roboter soll eine Unterstützung für Menschen mit Sehbehinderung sein. Der Roboter sammelt Würfel ein und reagiert auf unterschiedliche Farben.

Das Team aus Lasse aus der achten Klasse sowie Archis und Leo aus der neunten Klasse entwickelte einen Lieferroboter. QR-Codes helfen bei der Orientierung, eine Kamera erkennt die Linien auf dem Parcours, Hindernisse führen zum Stopp. „Die Gruppe hat sofort zusammengefunden. Wir hatten die Idee, dass der Roboter etwas ausliefern soll“, sagt Lasse. In rund zwei Monaten setzten die Schüler das Projekt um. „Wir haben gelernt, wie Künstliche Intelligenz funktioniert“, sagt er. Besonders in Erinnerung blieb Archis der Moment, als der Roboter erstmals selbstständig einer Linie folgte.

Eymen, Isa Marie und Vladislav programmierten einen Roboter als Unterstützung für Menschen mit Sehbehinderung. Die Maschine folgt einer Linie und erkennt Hindernisse. Anton, Noah und Mikail setzten auf Farberkennung: Der Roboter sammelt Würfel ein und reagiert auf unterschiedliche Farben.

Alle Teilnehmenden erhielten beim Roboterwettbewerb im Probierwerk eine Urkunde.

Alle Teilnehmenden erhielten beim Roboterwettbewerb im Probierwerk eine Urkunde.

Am Ende gewinnt das Team von Lasse, Archis und Leo mit 239 zu 238 Punkten denkbar knapp den Wettbewerb. Eymen, Isa Marie und Vladislav konnten sich über einen Preis für die beste Teamarbeit freuen und Anton, Noah und Mikail bekamen eine Auszeichnung für den besten „Überraschungsmoment“. „Sie haben alles aus der Kamera rausgeholt“, so die Begründung der Jury. Die Jury lobte vor allem die Motivation und den Einsatz von allen. Die Jury bestand aus den Fachinformatikern Joschua Schneider und Dennis Holtkamp von der AGU. Sie betonten die hohe Energie der Teilnehmenden. „Die Schüler hatten eine gute Auffassungsgabe und waren sehr motiviert“, sagt Dennis Holtkamp.

Das Projekt „lev_creation_lab“, in dessen Rahmen der Wettbewerb stattfand, wird seit Anfang 2025 vom Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union gefördert. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler früh an digitale Technologien heranzuführen und ihnen Einblicke in den praktischen Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen zu geben. „Die Jugendlichen lernen in der AG nicht nur, Künstliche Intelligenz als Werkzeug einzusetzen, sondern auch kreativ mit ihr zu arbeiten und reale Anwendungen kennenzulernen – etwa Chatbots oder industrielle Automatisierungssysteme“, erklärt Felix Schwanke vom Kommunalen Bildungsbüro. „Ich finde es total hilfreich, dass wir in der Robotik-AG lernen, Probleme zu erkennen und Lösungen zu finden“, sagt Isa Marie.