Nach der „Zeitinsel“ profitiert auch der Förderverein Palliativ-Zentrum am städtischen Krankenhaus.
SpendeRotarier bedenken das Klinikum Leverkusen

Die Rotarier Gürkan Durmaz und Mathias Benz haben einen Scheck mitgebracht für Dejan Vlajnic und Thomas Eimermacher (von links).
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Zweimal im Jahr beschließen die Opladener Rotarier, welche Projekte sie fördern. Gemeinnützige Einrichtungen und Hilfsangebote wie der Kältegang Leverkusen und mehrere Tafeln in der Stadt sowie in umliegenden Kommunen haben schon profitiert. Diesmal sei der Förderverein Palliativzentrum am Klinikum Leverkusen in die Auswahl gekommen, hieß es am Donnerstag aus dem städtischen Krankenhaus. Der Verein stärkt schon seit vielen Jahren die palliativmedizinische und palliativpflegerische Versorgung dort. 8000 Euro gehen an den Verein, dessen Arbeit unter anderem Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Erkrankungen zugutekommt.
Anfang 2024 hat der Rotary Club schon den Bau der Kinderpalliativstation „Zeitinsel“ unterstützt. 10.000 Euro gingen an die Einheit, in der sich seit rund einem Jahr ein multiprofessionelles Team um junge Patientinnen und Patienten mit umfangreichem Versorgungsbedarf kümmert. Der Stationsgarten war der passende Ort für die nächste symbolische Scheckübergabe: Die Rotarier Mathias Benz und Gürkan Durmaz überreichten den Betrag an den Vorsitzenden des Fördervereins, Thomas Eimermacher, und Kinderklinik-Direktor Dr. Dejan Vlajnic, der ebenfalls dem Vorstand angehört.
Ein besonderes Konzept
Vlajnic baute seit Anfang 2025 das Konzept und den Betrieb der „Zeitinsel“ auf und ist seitdem als ärztlicher Leiter verantwortlich. Auf Einladung von Mathias Benz war der Kindermediziner Anfang dieses Jahres bei den Opladener Rotariern zu Gast, um die Kinderpalliativstation vorzustellen. „Sein Vortrag hat unsere Mitglieder sehr tief beeindruckt“, erinnert sich Benz. Dass die Station bei der nächsten Gelegenheit berücksichtigt werden würde, sei daher so gut wie sicher gewesen. „Die Unterstützung dieser Einrichtung ist auf jeden Fall sehr sinnvoll!“, ergänzte Benz’ Club-Kamerad Gürkan Durmaz, der selbst Kinderarzt ist.
Die Zeitinsel ist die erst dritte Kinderpalliativstation in Deutschland. Sie verfügt über sechs Patientenzimmer, in denen Kinder und Jugendliche mit teilweise mehrfachen schweren Behinderungen versorgt werden können. Oberstes Ziel sei es, die Lebensqualität zu verbessern oder zu erhalten. Häufig geschehe dies zunächst durch die Linderung von Symptomen wie Schmerzen oder Atemnot, heißt es vom Klinikum.
Die Familien der Kinder würden eng in die Versorgung eingebunden; zwei separate Elternzimmer bieten ihnen die Möglichkeit, stets in der Nähe zu sein. Aufgrund des umfangreichen Konzeptes, das weit über die Leistungen der Krankenkassen hinausgeht, sei das Klinikum für den Betrieb der Station auf Spenden angewiesen. Umso wichtiger sei die Arbeit des Fördervereins – und die jüngste Zuwendung durch den Rotary-Club. (tk)

