Wegen HitzeLinke wollen Kartenverkauf für Leverkusener Freibad wieder vor Ort

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Karten fürs Freibad Wiembachtal gibt es nur online. Das geht nicht angesichts der Hitze, findet die Fraktion.

Karten fürs Freibad Wiembachtal gibt es nur online. Das geht nicht angesichts der Hitze, findet die Fraktion.

Karten fürs Freibad Wiembachtal gibt es nur online. Das geht nicht angesichts der Hitze, findet die Fraktion.

Wer sich im Freibad Wiembachtal in Opladen an heißen Tagen erfrischen will, der kommt ohne digitale Ausstattung nicht rein. Tageskarten gibt es nur online. Ein Umstand, der den Leverkusener Linken missfällt.

„Wer kein Smartphone besitzt, kein Onlinebanking nutzt oder nicht über Paypal, Apple Pay oder vergleichbare Zahlungsmöglichkeiten verfügt, kann nicht einfach spontan ins Freibad gehen und den Eintritt vor Ort bezahlen. Aus Sicht der Linken ist das eine unnötige digitale Barriere“, heißt es von der Fraktion. Ihre Schlussfolgerung: Hitzeschutz und Zugang zu öffentlichen Freizeitangeboten sollen nicht vom Einkommen abhängen und nicht davon, ob jemand digital ausreichend ausgestattet sei.

Das gelte besonders für ältere Menschen, Jugendliche und Menschen mit geringem Einkommen. Die dürften auf diese Weise nicht vom Besuch eines kommunalen Freibads ausgeschlossen werden, argumentieren die Linken: Nicht jeder Jugendliche habe ein eigenes Konto, nicht jeder ältere Mensch könne Zahlungen mit dem Smartphone abwickeln. „Und für Menschen mit wenig Geld kann es durchaus einen Unterschied machen, ob noch einige Euro Bargeld vorhanden sind oder ob eine digitale Zahlung möglich ist“, heißt es weiter.

Menschen, die nicht so viel Geld hätten, verfügten häufig nicht über einen Garten, einen Balkon oder einen Pool. Und wenn sich die Wohnungen aufheizten, könnten sie nur schwer der Hitze ausweichen. Daher meinen die Linken: „Ein öffentliches Freibad ist deshalb mehr als ein Freizeitangebot – es kann an heißen Tagen auch ein wichtiger Ort zur Abkühlung und Erholung sein.“

Der Fraktionsvorsitzende Kenneth Dietrich sagt: „Wer Menschen aus guten Gründen verbietet, im Rhein zu baden, muss gleichzeitig dafür sorgen, dass sichere Alternativen möglichst niedrigschwellig erreichbar sind. Es kann nicht sein, dass jemand an einem heißen Tag vor dem Freibad steht und nicht hineinkommt, nur weil kein PayPal-Konto oder Onlinebanking vorhanden ist.“ Man wolle den Onlineverkauf nicht abschaffen, die Linken wollen aber, dass man Tageskarten wieder vor Ort bekommt und möglichst auch gegen Bargeld.

Die Fraktion will einen entsprechenden Antrag in die politischen Gremien einbringen, damit ab der Freibadsaison 2027 das wieder möglich ist. Denkbar sei beispielsweise ein festes Kontingent an Tageskarten, das für den Verkauf vor Ort zurückgehalten werden und mit dem Onlinesystem verknüpft werden könne. (nip)