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Kulturhauptstadt OuluFinnisches Duo verzaubert Sensenhammer mit melancholischem Tango

2 min
Zwei Männer stehen auf einer Bühne und musizieren.

Mikko Helenius (Klavier) und Harri Kaitila (Gesang) brachten die „Himmlische Tangokunst“ in den Sensenhammer.

Die Leverkusener Partnerstadt Oulu ist Kulturhauptstadt 2026. Im Sensenhammer wurde die finnische Tangokunst spürbar.

Oulu und Leverkusen sind seit 1968 Partnerstädte. Als Oulu 2026 zur Europäischen Kulturhauptstadt wurde, war klar: Auch Leverkusen soll die finnische Kultur in diesem Rahmen präsentieren. Hierfür hat die Deutsch-Finnische Gesellschaft in Leverkusen ein Tangokonzert mit zwei wichtigen finnischen Interpreten veranstaltet.

Am Freitag, 29. Mai, präsentierten der Tenor Harri Kaitila und der Multi-Instrumentalist Mikko Helenius ihre „Himmlische Tangokunst“ im Industriemuseum Sensenhammer. Das Duo war zuvor schon in drei weiteren NRW-Städten auf Tournee.

Das Duo gehöre zu den profiliertesten Tango-Interpreten in Nordeuropa, so Bernhard Marewski, Vorsitzender der Deutsch-Finnischen Gesellschaft Leverkusen. Während Harri Kaitila mit seinem Gesang und „Infotainment“ unterhaltsam durch den Abend führte, präsentierte Mikko Helenius sein Talent auf dem Klavier und am Bandoneón.

Das Duo präsentierte viele bekannte Tango-Werke aus Argentinien, aber auch aus Finnland. Was vielen Besucherinnen und Besuchern unbekannt war: Tango kommt tatsächlich auch aus Finnland und spielt auch in der dortigen Kultur eine große Rolle.

Ein berührendes Konzert

„Tango ist eine ernsthafte Sache für uns Finnen“, erklärte Kaitila zu Beginn des Abends. Was für viele zunächst lustig klang, wurde im Laufe des Abends deutlich spürbar. Mit seinem melancholischen Gesang bewies Kaitila, wie nachdenklich, aber auch ernst der Tango sein kann.

Tango ist eine ernsthafte Sache für uns Finnen
Harri Kaitila

Kaitila bewegte die Menschen nicht nur durch seinen melancholischen Gesang, sondern auch mit vielen kleinen Geschichten zu den vorgetragenen Werken. Durch die Anekdoten bekamen die Menschen umso mehr die Emotionalität zu spüren.

Während Kaitila den Gesang und die Moderation übernahm, kombinierte Helenius das Bandoneón und das Klavier. Während er mit seiner rechten Hand die Ziehharmonika gekonnt spielte, nutzte er seine linke Hand, um die kraftvollen Akkorde am E-Klavier abzutasten.

Mit einem internationalen Programm für den Abend, bei dem die Interpreten Werke auf Finnisch, Spanisch und Deutsch sangen, sorgten die Musiker für große Abwechslung. Die vielen emotionalen Stücke berührten die Herzen der Zuhörer.

Emotionen pur im Publikum

Die „Himmlische Tangokunst“ sorgte nicht nur für Emotionen auf der Bühne. Auch das Publikum wurde von der Musik tief bewegt. Petra Fiorentino, die bei allen Konzerten im Sensenhammer dabei ist, erklärte, sie sei zutiefst emotional berührt und würde gerne tanzen. Ihr gefiel es besonders, wie das Duo die Werke emphatisch vermittelt.

Auch Marewski war zufrieden mit dem Konzert. Er betonte die Wichtigkeit, den finnischen Tango zu präsentieren. „Der Unterschied liegt darin, dass der argentinische Tango im Dur und der finnische im Moll gespielt wird.“ Das würde dazu führen, dass der Tango aus Finnland melancholischer klingt. Marewski freute sich, dass der Abend in Leverkusen viele „Tango-Freunde“ fand.