Laut Bahn soll die Strecke ab 1. Oktober wieder planmäßig zweigleisig befahrbar sein, in Richtung Leichlingen aber mit verminderter Geschwindigkeit.
Defekte WupperbrückeReparatur zwischen Leverkusen und Leichlingen liegt im Zeitplan

Die defekte Bahnbrücke über die Wupper in Opladen soll rechtzeitig fertig werden. Derzeit fahren die Züge nur auf dem vorderen der beiden Gleise. Darauf ist ein ICE zu sehen.
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Auch nach der Reparatur der defekten Wupperbrücke werden Züge die Stelle nur mit verminderter Geschwindigkeit befahren können, was Änderungen im Fahrplan erforderlich machen wird. Die Arbeiten an der Eisenbahnbrücke auf der Strecke zwischen Opladen und Leichlingen dürften dagegen planmäßig am 1. Oktober abgeschlossen sein. Laut einem Sprecher der DB Infrago arbeite man, wie im Juli angekündigt, noch bis Ende September an der einen Brückenhälfte.

Das rechte Gleis ist noch gesperrt.
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Die Wupperbrücke, die bei Spaziergängern bekannt ist, weil ein überdachter Wanderweg darunter entlanggeführt wird, besteht aus zwei weitgehend baugleichen Stahlbrücken, von denen eine im Lager einen Schaden hatte und deshalb vom Netz genommen werden musste. Ab Donnerstag soll der Bahnbetrieb auf der Strecke wieder zweigleisig laufen.
Die Brücke werde aber nur so weit instandgesetzt, dass auf der Strecke wieder ein sicherer Bahnverkehr möglich sei, eine Einschränkung bleibe bestehen: Bis die Brücke durch eine neue ausgetauscht oder umfassend saniert sein wird, müssen die Züge in Richtung Norden, also Richtung Leichlingen, langsamer fahren.

Hier ist es gut zu sehen: Die Wupperbrücke besteht aus zwei gleichen, eingleisigen Brücken.
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Grund für die Sperrung war ein beschädigtes Lager. Die genietete Stahlfachkonstruktion liegt an mit Stahlplatten verstärkten Stellen auf Stahlrollen, damit sie sich mit wechselnden Temperaturen ausdehnen und zusammenziehen kann. An der verstärkten Stelle sollen Risse im Stahl bemerkt worden sein. Der Defekt war der Bahn dummerweise genau zu dem Zeitpunkt im Juli aufgefallen, als die mehrmonatige Sperrung der Strecke Köln-Hagen nach der Generalsanierung aufgehoben wurde. Seither verkehren die Züge zwischen Opladen und Leichlingen nur eingleisig auf dem westlichen Gleis.
Für die 2030-er Jahre sei eine umfassende Sanierung der Brücke angesetzt gewesen, die jetzt aber vorgezogen werden soll. Ein Zeitplan werde erarbeitet, so der Sprecher.
Opladen statt Russland
Im Bereich der Brücke könne es zu Verspätungen von einigen Minuten kommen. Der DB-Sprecher schreibt, man bedauere die Einschränkungen für die Fahrgäste sehr.
Der Leichlinger Eisenbahnhistoriker Kurt Kais hatte herausgefunden, dass die beiden Brücken im Zweiten Weltkrieg als sogenannte Vorratsbrücken hergestellt worden sind. Die 250 Tonnen schweren und 66 Meter langen Teile sollten per Eisenbahn im Russlandfeldzug mitgeführt werden, um zerstörte Bahnstrecken schnell zu reparieren. Dazu kam es nicht. Weil die russische Eisenbahnspur etwas weiter ist als die deutsche, sind die Opladener Stahlbrücken etwas breiter als notwendig. Nachdem die Wehrmacht die alte steinerne Eisenbahn-Wupperbrücke Anfang April 1945 gesprengt hatte, wurden die Teile in Opladen eingebaut.
Abgesehen von der gerissenen Stelle soll die Substanz der Brücken keine weiteren gravierenden Schäden aufweisen, hatte die Leiterin Konstruktiver Ingenieurbau der DB Infrastruktursparte gesagt. Die Tatsache, dass die Brücken genietet sind, sei keinesfalls ein Merkmal für eine schlechte Haltbarkeit.
