19 Schülerinnen und Schüler der Marienschule Opladen präsentierten beim Drehtürprojekt ihre Forschungs- und Kreativarbeiten.
MarienschuleLeverkusener Schülerinnen und Schüler zeigen ihre Forschungsprojekte

Jakob Braun und Henri Denws haben einen Vortrag zum Thema Biolumineszenz erarbeitet. Die Ernährung von Fußballprofis war das Präsentationsthema von Luca Jansen und Tom Pichura.
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17 Präsentationen, 19 Schülerinnen und Schüler und viele Stunden eigenständiger Arbeit: Mit einer Abschlussveranstaltung ging an der Marienschule Opladen das diesjährige Drehtürprojekt im Rahmen von „LemaS Peer Mentoring“ zu Ende. Das Begabungsförderungsprogramm richtet sich an Kinder, die über den regulären Unterricht hinaus besondere Herausforderungen suchen. Die Kinder werden von ihren Lehrkräften vorgeschlagen oder bringen eigene Ideen ein. Betreut wird das Projekt von Simone Dorfmüller, die die geisteswissenschaftlichen Themen begleitet, und Ulrich Rasbach, der für die naturwissenschaftlichen Projekte zuständig ist. Julia Lubach koordiniert zudem das „LemaS Peer Mentoring“.
Ein besonderes Merkmal des Programms ist die Zusammenarbeit zwischen jüngeren und älteren Schülerinnen und Schülern. Kinder der siebten Klasse erhalten jeweils eine Mentorin oder einen Mentor aus der Jahrgangsstufe zwölf. Gemeinsam entwickeln sie ihre Themen, planen die Umsetzung und treffen sich jeden Montag für zwei Schulstunden. Die Themen werden bereits kurz nach den Herbstferien festgelegt. Der verpasste Unterrichtsstoff wird anschließend eigenständig nachgearbeitet.
Von Quallen und leuchtenden Meeren
Mit dem Thema Biolumineszenz beschäftigten sich der elfjährige Henri Denws und der zwölfjährige Jakob Braun. Die beiden erforschten die Fähigkeit bestimmter Lebewesen, selbst Licht zu erzeugen – ein Phänomen, das vor allem bei Meerestieren wie Quallen vorkommt. Für Jakob spielte dabei auch der Umweltgedanke eine wichtige Rolle. „Durch den Klimawandel schmelzen die Eisberge und im Meer ist viel Mikroplastik. Das ist mir wichtig“, erklärt er. Henri interessierte sich vor allem aufgrund seines Hobbys für das Thema: „Ich habe eigene Fische. Glaswelse, Guppys und einen Goldfisch.“
Durch den Klimawandel schmelzen die Eisberge und im Meer ist viel Mikroplastik. Das ist mir wichtig.
Ganz im Zeichen des Sports stand das Projekt von Tom Pichura, elf Jahre alt, und Luca Jansen, zwölf Jahre alt. Die beiden untersuchten die Ernährung von Fußballprofis und führten dazu ein Interview mit Lena Kadlec, Sporternährungsberaterin von Bayer 04 Leverkusen. „Wir haben uns schon immer mit Fußball beschäftigt“, sagt Luca. Bei ihm zu Hause seien regelmäßig Gastkinder untergebracht, die in den Jugendmannschaften von Bayer 04 spielen. Passend zu ihrem Thema brachten die beiden selbst gebackene Kostproben mit. „Ich habe die Kekse zusammen mit meiner Mutter gebacken. Das sind zuckerfreie Oatmeal-Cookies mit Himbeeren“, erklärt Tom. Die beiden spielen aktiv Fußball, Luca beim BV Bergisch Neukirchen und Tom beim SC Leichlingen. Ihre Lieblingsspieler sind Christian Kofane und Cristiano Ronaldo.
Literatur, Wissenschaft, Technik
Weitere Projekte beschäftigten sich unter anderem mit Fraktalen, das sind komplexe geometrische Muster, europäischen Sprachstämmen oder dem menschlichen Herzen. Auch kreative Arbeiten wie ein selbst entworfenes Kleid, Objekte aus Modelliermasse oder ein Mandala-Puzzle wurden präsentiert.
Seit zehn Jahren gehört das Drehtürprojekt zur Begabungsförderung der Marienschule. Anders als im regulären Unterricht werden die Leistungen nicht benotet.
