Das Grundstück an der Ecke Elsbach- und Rennbaumstraße gehört der Stadt. Dort soll eine Grünfläche eingerichtet werden.
Verlassener KioskAn der Rennbaumstraße in Opladen tut sich langer Verwahrlosung etwas

An der Einmündung der Elsbach- in die Rennbaumstraße steht seit Jahren ein verlassener Kiosk.
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Die Grünfläche an der Einmündung der Elsbach- in die Rennbaumstraße wird von zwei recht großen Lindenbäumen dominiert. Jetzt, im Hochsommer, ist das Areal von Grün überwuchert. Hinter einer dicken Ligusterhecke entlang der Rennbaumstraße ist der verlassene Kiosk auf dem Areal deshalb kaum zu erkennen. Malvenbüsche und allerlei Rankpflanzen verdecken die Sicht auf das seit Jahren verlassene Gebäude. Auf der Rückseite des niedrigen Baus allerdings fällt ein offenstehender hölzerner Anbau ins Auge. Die Vorderseite ist mit Bauzaunelementen zugestellt. An diesem Zustand hat sich seit Jahren nichts geändert.
Daran stört sich die Fraktion von Opladen Plus. Sie fordert Oberbürgermeister Stefan Hebbel zum Handeln am Opladener Ostrand auf. Marcus von Laszewski und Stephan Adams von der Opladener Wählervereinigung berufen sich in einem Offenen Brief auf einen Beschluss der Bezirksvertretung II vom 12. September 2023. Damals habe das Gremium auf Antrag von Opladen Plus der Errichtung eines Pocket-Parks zugestimmt, so von Laszewski und Adams. Und weiter: „Seit diesem Beschluss sind fast drei Jahre vergangen. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten nun endlich die praktische Umsetzung dieser beschlossenen Maßnahme.“
Die Stadtteilpolitiker rennen mit ihrem Brief offene Türen ein, wie eine Anfrage des „Leverkusener Anzeiger“ in der Verwaltung ergibt. Denn: „Der Abriss (des Kiosks, Red.) kann durch die Stadt vorgenommen werden und ist noch für 2026 geplant“, teilt die städtische Pressestelle mit. Und weiter: „Der Fachbereich Stadtgrün arbeitet für die Grünfläche derzeit ein Konzept aus, welches nach Bereitstellung der benötigten Haushaltsmittel umgesetzt werden könnte.“ Damit ist also zumindest der erste Schritt hin zum von der Bezirksvertretung festgelegten Ziel nur noch eine Frage von Monaten.
Der Abriss kann durch die Stadt vorgenommen werden und ist noch für 2026 geplant.
Die Pressestelle weist allerdings auch darauf hin, dass in dem Beschluss von der Einrichtung einer Grünfläche die Rede sei, nicht von einem Pocket-Park. Die Definition des Geländes hat Konsequenzen für die Frage, wie die nach dem Abriss vorhandene Freifläche bepflanzt werden muss. Anders ausgedrückt: Je mehr Bäume darauf stehen sollen, desto teurer wird es.

Das Gelände wird von zwei recht großen Lindenbäumen dominiert.
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Ob Park oder Grünfläche: Die Antwort auf die Frage, warum sich am Opladener Ostrand jahrelang gar nichts tat, liegt in den komplexen Eigentumsverhältnissen und wenig kooperationswilligen Privatleuten begründet. Denn die Stadt ist zwar Eigentümerin des Grundstücks, der verlassene Kiosk gehört aber einem Privatmann. Diesen forderte die Stadt bereits vor Jahren mit Frist auf, das Gebäude abzureißen. Der Mann ließ die Frist verstreichen, teilte die Verwaltung bereits im April 2025 dem Opladener CDU-Chef Matthias Itzwerth mit, nachdem der in der gleichen Sache Fragen an die Verwaltung gerichtet hatte.

Die Bauzäune stehen direkt an dem zugewucherten Kiosk.
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Zwar, so damals die Verwaltung an Itzwerth, könne man zivilrechtlich gegen den Eigentümer vorgehen, um den Anspruch auf Räumung und Abriss zwangsweise durchzusetzen. Davon sah man jedoch ab, „da die baurechtliche und vertragliche Ausgangslage zur Zeit der Begründung des Pachtvertrages und der Errichtung des ehemaligen Kioskes nicht ganz eindeutig war“. Wer den Kiosk irgendwann in den 1960er-Jahren errichtet hat, lässt sich demnach nicht mehr feststellen.
Diese Probleme sind jetzt erledigt: „Die rechtlichen Hürden wurden mittlerweile geklärt“, so die städtische Pressestelle. Bleibt zu hoffen, dass das nötige Geld für die Bepflanzung des mehrere hundert Quadratmeter großen Grundstücks so bald wie möglich in den städtischen Haushalt eingestellt wird, damit es nach dem Abriss nicht wieder ein jahreslanges Warten auf den nächsten Schritt gibt.

