Noch Restarbeiten: Die Renovierung der Kirche ist bald abgeschlossen.
Sankt Nikolaus NeuboddenbergLeverkusener Arbeitsplatz mit Aussicht

Sankt Nikolaus Neuboddenberg: Dachdeckermeister Johannes Heinen macht sich ein Bild vom Fortgang der Arbeiten.
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Schwindelfreiheit vorausgesetzt, ist der Arbeitsplatz der Dachdecker an der Kirche Sankt Nikolaus in Neuboddenberg derjenige mit der wahrscheinlich besten Aussicht in der Stadt. Maximal 40 Meter lässt sich ein großer Hubsteiger ausfahren, mit dem die Dachdecker hochfahren; er reicht damit gerade so bis zu den oberen Schieferplatten am Kirchturm.

Das schiefergedeckte Dach von Sankt Nikolaus in Neuboddenberg hat ein paar Schäden.
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Ein Blick übers schiefergedeckte Dach von Sankt Nikolaus in Richtung Rheinebene.
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Von Nahem sieht man vereinzelte Schäden: Schieferplatten fehlen oder sind zersprungen, in die Lücken müssen neue Platten eingesetzt werden, die die Dachdecker oben mit der alten Technik mit einem Schieferhammer passgenau zuhauen müssen. Alles lässt sich eben nicht mit Drohnen erledigen. Am Donnerstag, dem letzten Arbeitstag der Dachdecker, ließ es sich in der Höhe gut aushalten, weil ein Wind ging, der allerdings auch die Arbeitsplattform etwas ins Schaukeln brachte. Am Mittwoch habe die Sonne so heftig gebrannt, sagt Dachdecker Timon Werner, dass er mit Handschuhen habe arbeiten müssen, weil die dunklen Schieferplatten zu heiß zum Anfassen gewesen seien.

Domblick mit Mülheimer Brücke (links) vom Kirchturm in Neuboddenberg aus
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Die Kirche wurde 1895 geweiht, seither sei das Schieferdach einmal erneuert worden, sagt Dachdeckermeister Johannes Heinen, dessen Betrieb so nah an der Kirche ist, dass er sich aus dem Hubsteiger quasi aufs eigene Dach gucken kann. Der Schiefer auf dem Dach stamme von der Mosel, sagt Heinen. Die neuen Platten, die jetzt nachgesetzt würden, kämen aber meist aus Spanien.
Die Arbeiten am Dach der Kirche sind praktisch der Endpunkt einer langen Renovierungsphase in Sankt Nikolaus. Der Innenraum ist schon etwas länger fertig, bis auf einige Restarbeiten, etwa an Altären. Was noch fehlt, ist das große Kreuz mit dem hellen Jesus in einer Nische an der Außenmauer zur Berliner Straße hin. Der Jesus liege bei einer Restauratorin in Köln und soll im Winter zurückkehren, sagt Johannes Klein vom Kirchenvorstand.
