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Sprungbrett-FestivalLeverkusener Schülerinnen und Schüler erobern drei Wochen lang die Bühne

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Eine Kindertanzgruppe auf der Bühne des Forums bei der Eröffnung des Sprungbrett-Festivals

Eine Kindertanzgruppe auf der Bühne des Forums bei der Eröffnung des Sprungbrett-Festivals

Die zweite Auflage des Sprungbrett-Festivals hatte im Forum seinen Auftakt.

Während unzählige Menschen derzeit in Leverkusen ihre Saltos vom Sprungbrett im Freibad absolvierten, betraten am vergangenen Freitag im Forum in Wiesdorf etwa 150 Schülerinnen und Schüler ein Sprungbrett ganz anderer Art. Das zweite Sprungbrett-Festival der Stadt Leverkusen feierte in beeindruckenden zwei Stunden seine Eröffnung.

Projektleiterin Anke Holgersson begrüßte das Publikum, wies auf einzelne besondere Veranstaltungen der kommenden drei Wochen hin und bedankte sich bei denen, die das Festival ermöglichten. Ihr folgten Schulamtsdirektorin Nicole Gatz, die gemeinsam mit Andrea Werner vom Fachbereich Schulen ebenfalls ihren Dank aussprachen und den Mut der Kinder und Jugendlichen betonten, den man benötigt, um eine Bühne zu betreten.

Fünf Schulen und die im April neu fusionierte Musik- und Kunstschule hatten unterschiedliche Programme im Gepäck. Tänze, Theater, Kabarett und Band-Darbietungen zeigten beeindruckend, was die Kinder und Jugendlichen mit ihren Lehrern das Schuljahr über geleistet haben. Die GGS Schlebusch machte den Anfang und begeisterte mit vier Tanzdarbietungen in unterschiedlichen Konstellationen.

Die Theater-AG des Landrat-Lucas Gymnasiums nahm in zwei Sketchen das Thema „Schönheitswahn“ und die Folgen der unbedachten Adoption eines Haustieres mit einer Priese schwarzen Humors aufs Korn. Das Bläserensemble der Erzbischöflichen Marienschule aus Opladen bewies eindrucksvoll, das bereits sehr junge Menschen dazu in der Lage sind, Musik auf hohem Niveau zu präsentieren. Dies galt auch für die Jazz-Band des Werner-Heisenberg-Gymnasiums, dem Preisträger des Sprungbrett-Award 2025 in der Kategorie Musik.

Neben der Jazz-Band präsentierte sich die Theater-AG der Schule mit ihrem Stück „Der Golem“, eine Gestalt aus der jüdischen Kultur. Das Stück war an dem Abend nur in Teilen zu sehen, beeindruckte aber durch die Darstellerinnen und Darstellern, sowie mit starken Kulissen und Kostümen.

Jugendliche Schauspieler in einer Szene auf der Bühne des Forums

Jugendliche Schauspieler in einer Szene auf der Bühne des Forums

Die erste Darbietung der Musik- und Kunstschule war eine klassische Theateraufführung in modernem Gewand. Thema: Die Odyssee. Ohne Kulissen, nur mit der Macht der Stimme entführte das Ensemble die Zuschauerinnen und Zuschauer in die antiken Zeiten, in denen Odysseus in See stach. „Viele der Stücke sind extra für die Kinder geschrieben“, wusste Birthe Metzler, stellvertretende Leitung der Musik- und Kunstschule zu berichten. „Geprobt wird das Schuljahr über. Das Programm der Bands ist einem bereits bestehenden Programm entliehen, das ergänzt wird.“

Es wird so oft behauptet, an den Schulen würde kulturell nichts mehr gemacht. Wer das jetzt noch denkt, braucht nur in das Programm zu schauen
Anne Holgersson, Projektleiterin des Sprungbrett-Festivals

Die Grundschule Erich-Klausen-Straße präsentierte ebenfalls ein Theaterstück, kombiniert mit zwei Tänzen. „Die Veranstaltung ist ein Dank an unsere Lehrkräfte“, erklärte Holgersson in der Pause. „Es wird so oft behauptet, an den Schulen würde kulturell nichts mehr gemacht. Wir möchten den Menschen zeigen, dass dies nicht stimmt. Wer das jetzt noch denkt, braucht nur in das Programm zu schauen.“

Das Festival soll sich etablieren und von nun an regelmäßig alles zwei Jahre stattfinden. Das Ergebnis der Arbeit beweist eindrucksvoll, was möglich ist, wenn engagierte Lehrerinnen und Lehrer an ihre Schülerinnen und Schüler glauben und in ihnen die Bereitschaft wecken, Zeit und Energie in etwas zu stecken, das über die Schule hinausreicht. Das komplette Programm ist auf der Website von „Lust auf Leverkusen“ zu finden.

https://lust-auf-leverkusen.de/veranstaltungsreihe/sprungbrett/