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Leverkusen NeulandparkWie es sich anfühlt, wenn sich ein Auto überschlägt

3 min
Der Überschlagsimulator zeigte eindrucksvoll, welche Dynamik bei einem Fahrzeugüberschlag entsteht.

Der Überschlagsimulator zeigte eindrucksvoll, welche Dynamik bei einem Fahrzeugüberschlag entsteht.

Am Samstag hatte die Polizei Köln gemeinsam mit ihren Partnern zu dem kostenlosen Aktionstag im Neulandpark eingeladen. 

Wie fühlt es sich an, wenn sich ein Auto überschlägt? Was sieht ein Lkw-Fahrer tatsächlich im toten Winkel? Und wie reagiert man in einer plötzlich auftretenden Verkehrssituation? Beim Familientag der Verkehrssicherheit im Neulandpark konnten Besucher am Sonntag zahlreiche Situationen selbst ausprobieren.

Den Verkehr aus einer anderen Perspektive erleben

Besonders anschaulich wurde es bei der Tote-Winkel-Aktion der Stadt Leverkusen. Besucher konnten selbst erleben, welche Bereiche rund um einen Lkw für den Fahrer nicht einsehbar waren. Gerade für Radfahrer und Fußgänger wurde dadurch deutlich, wie schnell eine vermeintlich sichere Situation gefährlich werden kann.

„Man denkt gar nicht, wie groß dieser Bereich tatsächlich ist“, sagte Tanja Gießen, nachdem sie aus der Perspektive des Lkw-Fahrers geschaut hatte. „Jetzt kann man sich es viel besser vorstellen, warum man als Fahrradfahrer nicht einfach neben einem Lkw stehen sollte.“

Auch für Kinder gab es zahlreiche Möglichkeiten, Verkehrssicherheit spielerisch kennenzulernen. An verschiedenen Stationen konnten sie ihr Geschick unter Beweis stellen und dabei gleichzeitig etwas über richtiges Verhalten im Straßenverkehr lernen.

Mit VR-Brille und Simulatoren

Für besondere Eindrücke sorgten die technischen Stationen. Mit einer VR-Brille konnten die Besucher mitten in verschiedene Verkehrssituationen eintauchen. Beim Pedelec-Simulator wurde dagegen die eigene Reaktion und das Fahrverhalten getestet.

„Das hat mehr Spaß gemacht, als ich gedacht habe“, sagte Vater Dawid Nowok, nachdem er die Stationen mit der VR -Brille ausprobiert hatte. „Vor allem merkt man dabei, dass man manche Situationen im echten Straßenverkehr wahrscheinlich schneller unterschätzt, als man denkt.“

Auch der Helm-Simulator machte deutlich, welche Kräfte bei einem Unfall wirken können. Beim Überschlagsimulator des ADAC Nordrhein konnten Besucher zudem hautnah miterleben, was bei einem Fahrzeugüberschlag geschieht.

Beim Familientag der Verkehrssicherheit im Neuland-Park konnten Kinder und Erwachsene zahlreiche Situationen selbst ausprobieren.

Beim Familientag der Verkehrssicherheit im Neuland-Park konnten Kinder und Erwachsene zahlreiche Situationen selbst ausprobieren.

Einsatzfahrzeuge aus nächster Nähe

Ein weiterer Anziehungspunkt waren die Einsatzfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr Leverkusen. Besucher hatten die Möglichkeit, die Fahrzeuge aus nächster Nähe zu besichtigen und mehr über deren technische Ausstattung zu erfahren.

Neben Polizei und Feuerwehr beteiligten sich zahlreiche weitere Partner an dem Aktionstag. Der ADAC Nordrhein war unter anderem mit einem Fahrradparcours und einer mobilen Fahrradwerkstatt vertreten. Beim ADFC Leverkusen konnten Fahrräder codiert und damit besser vor Diebstahl geschützt werden. Verkehrskadetten und der ACV ergänzten das Programm mit weiteren Parcours und Mitmach-Angeboten.

Besucher hatten die Möglichkeit, die Fahrzeuge aus nächster Nähe zu besichtigen und mehr über deren technische Ausstattung zu erfahren.

Besucher hatten die Möglichkeit, die Fahrzeuge aus nächster Nähe zu besichtigen und mehr über deren technische Ausstattung zu erfahren.

Sichtbar und sicher durch die dunkle Jahreszeit

Mit Blick auf die dunklere Jahreszeit wurde außerdem das Thema Sichtbarkeit im Straßenverkehr aufgegriffen. Die Stadt Leverkusen informierte darüber, wie Radfahrer, Fußgänger, Kinder und Senioren besser wahrgenommen werden können. Reflektierende Westen und Speichenreflektoren wurden dabei als praktische Hilfsmittel vorgestellt.

Für die Besucher stand dabei weniger das Zuhören als das eigene Erleben im Vordergrund. Genau darin sahen die Veranstalter einen wichtigen Bestandteil der Präventionsarbeit.

„Unser Ziel ist es, Verkehrssicherheit erlebbar zu machen und dabei möglichst viele Menschen zu erreichen“, sagte Frank Wißbaum, Leiter der Direktion Verkehr. Prävention solle nicht mit erhobenem Zeigefinger stattfinden, sondern gemeinsam, praktisch und mit viel Spaß funktionieren.