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Verheerendes Feuer
Brand zerstört leerstehendes Wohnhaus in Gummersbach-Dieringhausen

3 min
Im Gummersbacher Stadtteil Dieringhausen brennt derzeit ein leerstehendes Wohnhaus, das als vermüllt beschrieben wird. Der Großeinsatz der Feuerwehr wird sich bin in die späte Nacht hinziehen.

Im Gummersbacher Stadtteil Dieringhausen brennt derzeit ein leerstehendes Wohnhaus, das als vermüllt beschrieben wird. Der Großeinsatz der Feuerwehr wird sich bin in die späte Nacht hinziehen.

Das Anwesen an der Burgbergstraße wird als verfallen und zugemüllt beschrieben. Mehr als 60 Kräfte allein von der Feuerwehr sind im Einsatz.

Ein verheerendes Feuer in einem leerstehenden Wohnhaus an der Burgbergstraße im Gummersbacher Stadtteil Dieringhausen hat seit dem frühen Samstagabend (18. April 2026) nicht nur die Gummersbacher Feuerwehr beschäftigt. Auch Kräfte aus Wiehl, die Kreisreserve „Atemschutz“ sowie das Technische Hilfswerk sind bei dem Feuer in dem mutmaßlichen „Lost Place“ im Einsatz.

Ausgebrochen sei der Brand im Erdgeschoss eines verfallenen Hauses, erklärte Feuerwehrsprecher Marc Wittpohl, später habe es auch im Dachgeschoss eine Durchzündung gegeben. Unter schwerem Atemschutz und aus etlichen Strahlrohren wurde das Feuer von außen bekämpft und zudem noch aus der Höhe: Gleich zwei Drehleitern kamen an dem verwahrlosten Anwesen in Dieringhausen zum Einsatz. In diesem befand sich nach derzeitigen Erkenntnissen niemand, als der Brand ausbrach. Dieser wurde kurz nach 19 Uhr bemerkt.

Update: Sonntag, 19. April 2026 – Am Ende dauert der Einsatz in Gummersbach viel länger als zuvor geschätzt

Zunächst wurde die Feuerwehr mit dem Stichwort „B3G“ – „Brand im Gebäude“ – alarmiert, kurz danach auf „B4G“ erhöht. Nach gut einer Stunde waren kaum noch Flammen zu sehen, dennoch hat sich der Einsatz noch gezogen: „Mindestens drei Stunden“, schätzte Marc Wittpohl zunächst den Aufwand für die Lösch- und Nachlöscharbeiten ein.

Dabei sei aufgrund der Brandlasten mit Unwägbarkeiten zu rechnen. Zwei Rettungswagen standen bereit, falls Einsatzkräfte zu Schaden kommen sollten. Neben den hauptamtlichen Kräften waren die Einheiten aus Dieringhausen, Brunohl und Hunstig im Einsatz, außerdem der Einsatzleitwagen aus Niederseßmar. Der Löschzug „Stadt“ sowie die Löschgruppe Windhagen sorgten während des Großeinsatzes für den Grundschutz.

THW-Kräfte haben inzwischen die Brandruine dem Erdboden geleichgemacht

Insgesamt waren mehr als 60 Kräfte allein von der Feuerwehr ausgerückt. Das prognostizierte Einsatzende trat am Ende nur teilweise ein. Tatsächlich konnten die Kräfte vom Löschzug Stadt sowie der Feuerwache gegen 22 Uhr wieder einrücken. Das war auch nötig, um für Gummersbach wieder eine umfassende Einsatzbereitschaft herzustellen.

„Die Löschgruppen Dieringhausen, Hunstig und Brunohl blieben aber noch bis zum Schluss“, blickt Marc Wittpohl zurück. Und das sei, so der Feuerwehrsprecher, erst um 4.30 Uhr in der Nacht gewesen. Zuvor hatte das Technische Hilfswerk mit schwerem Gerät die Brandruine dem Erdboden gleichgemacht. Das ohnehin schon baufällige Haus war akut einsturzgefährdet.

Mit dieser Maßnahme wurden dann Fakten geschaffen. Allerdings war zuvor sichergestellt worden, dass sich wirklich niemand mehr in dem Haus befand. Davon waren die Einsatzkräfte indes schon frühzeitig ausgegangen, glücklicherweise blieb es auch dabei. Ohnehin wurde bei dem Brand niemand verletzt.

Für die Polizei wird es durch den Abbruch nicht einfacher, die Brandursache zu ermitteln. Dies steht nämlich noch aus, wie eine Beamtin der Leitstelle auf Nachfrage erklärte: „Üblicherweise wird geprüft, ob das Haus noch am Stromnetz hing, und ob eine Heizung oder elektrische Geräte das Feuer verursacht haben könnten“, erläuterte sie die reguläre Vorgehensweise.

Für die Einsatzkräfte war der Brand anstrengend. Einsatzleiter Lars Hohmuth lenkte alleine mehr als 60 Feuerwehrleute. Hinzukamen die zahlreichen Helfer vom THW und natürlich auch mehrere Streifenwagenbesatzungen der Polizei.