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Wirtschaftsfaktor Rheinisches RevierTouristen bringen  jährlich 3,4 Milliarden Euro Umsatz - Viele Gäste im Phantasialand

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Das Bild zeigt Wanderer an einem See.

Der Tourismus spielt als wirtschaftlich relevanter Sektor eine wichtige Rolle für den Strukturwandel im Rheinischen RevierWandern in der Ville.

Warum der Tourismus auch für den Rhein-Erft-Kreis so wichtig ist.

Der Tourismus spielt als wirtschaftlich relevanter Sektor eine wichtige Rolle für den Strukturwandel im Rheinischen Revier. Nachdem im vergangenen Jahr ein Strategiekonzept für die Entwicklung des Tourismus im Rheinischen Revier vorgelegt wurde, hat die dwif-Consulting GmbH jetzt in einer Online-Präsentation erstmals touristische Kennzahlen präsentiert. Die für 2025 erhobenen Werte basieren sowohl auf der Auswertung öffentlich zugänglicher Quellen als auch Gästebefragungen und wurden von Karsten Heinsohn, Geschäftsführer der dwif vorgestellt.

Danach erwirtschaftet das Rheinische Revier im Tourismus einen Gesamtumsatz von circa 3,4 Milliarden Euro. Damit liegt das Rheinische Revier, das sich zwischen der holländischen Grenze, Köln, Meerbusch und Blankenheim in der Eifel erstreckt, auf Platz 5 der touristischen Regionen in Nordrhein-Westfalen hinter Städten wie Köln und Düsseldorf oder dem Ruhrgebiet.

Besuch des Phantasialands

Etwa 69 Prozent dieser Umsätze tätigen Tagesgäste, zum Beispiel bei einem Besuch des Phantasialands. Pro Person sind die Ausgaben der Übernachtungsgäste dagegen deutlich höher: 146 Euro geben Gäste durchschnittlich aus, die in gewerblichen Betrieben wie Hotels übernachten, und circa 95 Euro Gäste aus Privatunterkünften gegenüber rund 28 Euro, die Tagesgäste für Gastronomie, Einkaufen und Dienstleistungen wie Eintritt in Museen bezahlen. Camper sind mit durchschnittlich 41 Euro sparsamer als die übrigen Übernachtungsgäste.

Die Zahlen zeigen außerdem, dass die Übernachtungszahlen im Rheinischen Revier von 2024 auf 2025 um 4,7 Prozent und damit im NRW-Vergleich überdurchschnittlich gestiegen sind. In absoluten Zahlen: 6,55 Millionen Übernachtungen verbuchten allein die gewerblichen Betriebe 2025, wovon 3,12 Millionen auf das sogenannte Kerngebiet entfallen. Dieses umfasst die unmittelbar an den Tagebaugebieten liegenden Kreise, wozu auch der Rhein-Erft-Kreis gehört.

Die vorgestellten Zahlen verdeutlichen, was der Tourismus zu Einkommen, Beschäftigung und Steueraufkommen beiträgt. Insgesamt beziffert sich dessen direkte und indirekte Wertschöpfung auf rund 1,6 Milliarden Euro. Etwa 48.500 Personen beziehen durch den Tourismus ein Primäreinkommen von durchschnittlich circa 3.300 Euro. Das Steueraufkommen dieses Wirtschaftszweigs beträgt 320,4 Millionen Euro.

Die Zahlen sollen eine weitere Basis für den zukünftigen Ausbau der touristischen Infrastruktur bilden. Hierbei sind nicht nur die Kreise und Kommunen gefragt, sondern auch die privaten Betriebe. Denn die Zahlen zeigen auch, dass die Gästezufriedenheit im Rheinischen Revier etwas niedriger ausfällt als in Gesamt-NRW oder in Deutschland. Dabei wächst mit guten, auf die jeweiligen Zielgruppen abgestimmten Angeboten die Bereitschaft der Gäste, Geld auszugeben. Und was auch feststeht: Die Standortbedingungen für touristisches Wachstum sind im Rheinischen Revier gut.

Die genannten und weitere Kennzahlen werden öffentlich zugänglich gemacht:

www.rhein-erft-kreis.de/microsite/tourismus-rheinisches-revier